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Moskau : Russischer Geheimdienst nimmt angeblichen US-Spion fest

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat in Moskau einen US-Amerikaner unter Spionageverdacht festgenommen. Der Mann sei auf frischer Tat ertappt worden.

Die Zentrale des Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau.
Die Zentrale des Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau.Foto: Marina Lystseva/imago

In der russischen Hauptstadt Moskau ist dem Inlandsgeheimdienst FSB zufolge ein US-Bürger wegen Spionageverdachts verhaftet worden. Der Mann sei auf frischer Tat bei einem "Spionageakt" ertappt worden, teilte der FSB am Montag mit.

Gegen den US-Bürger sei ein Strafverfahren eingeleitet worden. Bei einer Verurteilung drohe ihm eine Höchststrafe von 20 Jahren Haft.

Der Name des Mannes wurde nur auf Russisch genannt. Übertragen aus dem kyrillischen Alphabet könnte er "Paul Whelan" lauten. Weitere Einzelheiten gab der russische Geheimdienst zunächst nicht bekannt.

Der Amerikaner sei am 28. Dezember festgenommen worden, teilte der FSB am Montag mit. Die US-Botschaft in Moskau war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

"Zeichen der Macht Russlands"

Die Beziehungen Russlands zu den USA haben sich seit der Annexion der ukrainischen Krim-Halbinsel 2014 verschlechtert. Seither haben die USA und zahlreiche andere westliche Staaten Sanktionen gegen Russland verhängt.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte dem Westen kürzlich vorgeworfen, den Aufstieg seines Landes auf internationaler Bühne durch Spionagevorwürfe untergraben zu wollen. Putin wertete es als "Zeichen für die Macht Russlands", dass der Westen immer wieder derartige Vorwürfe erhebe.

In seinem Neujahrsschreiben bot Russlands Präsident Putin zuletzt US-Präsident Donald Trump einen "weitreichenden Dialog" an. (Reuters, AFP, dpa)

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