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© dpa/Harald Tittel

„Muss besser werden“: Parteichefin Bas empfindet SPD als zu langweilig

Auf dem Juso-Bundeskongress zieht die Parteichefin eine schonungslose Bilanz. Es brauche frische Luft, neue Ideen, neue Stimmen.

Stand:

SPD-Chefin Bärbel Bas sieht ihre Partei in keiner guten Verfassung. „Nicht inhaltlich, nicht organisatorisch und manchmal auch nicht in der Art, wie wir Debatten führen“, sagte sie auf dem Juso-Bundeskongress in Mannheim. „Und ich finde, das muss besser werden.“

Die SPD müsse die Türen aufmachen: „Wir brauchen wieder frische Luft, wir brauchen neue Ideen, vor allen Dingen aber brauchen wir neue Stimmen und mehr Energie.“ Die SPD sei in den vergangenen Jahren vielleicht zu langweilig gewesen. „Und seien wir ehrlich, eine langweilige Partei will keiner wählen“, sagte Bas.

Türmer als Juso-Chef wiedergewählt

Die Grundwerte der Sozialdemokratie aber seien nach wie vor aktuell. Deswegen müsse die Partei jetzt einen mutigen Prozess gehen und sich neu aufstellen. Die Jusos forderte sie auf, sich daran aktiv zu beteiligen.

Am Freitag war Philipp Türmer als Bundesvorsitzender der Jusos mit einem Ergebnis von 66,7 Prozent im Amt bestätigt worden. 196 Delegierte stimmten für ihn, 79 dagegen, 19 enthielten sich. Es gab keine Gegenkandidaten. Türmer führt die Jungsozialisten bereits seit zwei Jahren.

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In seiner Bewerbungsrede hatte Türmer mitunter deutlich ausgeteilt. „Wenn sich die Reichen für Barbarei entscheiden, dann fuck you“, sagte er. Vermögenden solle „das Lachen im Halse stecken bleiben“. „Ich will, dass die wieder Angst vor uns haben“, so Türmer.

Der Satz ,jeder kann es schaffen’ sei „Bullshit“ Immer noch würden Geschlecht, Herkunft und finanzielle Mittel einen Unterschied machen. „Es verfestigt sich eine neue Klassengesellschaft“, sagte Türmer. Im Laufe seiner Rede wurde er immer lauter, sein Ton schärfer und der Applaus größer. (dpa)

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