• Nach Ausschreitungen bei Protesten: Macron spricht am Montagabend in "Gelbwesten"-Krise zu Franzosen

Nach Ausschreitungen bei Protesten : Macron spricht am Montagabend in "Gelbwesten"-Krise zu Franzosen

Der französische Präsident will sich zu den anhaltenden Protesten der Gelbwesten äußern. Zuvor hat vor allem der Premierminister Stellung bezogen.

Emmanuel Macron will sich am Montagabend zu den Gelbwesten-Protesten äußern.
Emmanuel Macron will sich am Montagabend zu den Gelbwesten-Protesten äußern.Foto: Thibault Camus/REUTERS

In der seit Wochen andauernden „Gelbwesten“-Krise will sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montagabend öffentlich äußern. Das bestätigten Élysée-Kreise am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur. Der Staatschef wolle sich um 20 Uhr von seinem Amtssitz aus an die Franzosen wenden.

Zuvor hatten unter anderem Vertreter der „Gelben Westen“ und die Opposition Antworten des Staatschefs gefordert, der bislang vor allem Premierminister Édouard Philippe das Wort überlassen hatte. Seit Mitte November halten Proteste und Straßenblockaden Frankreich in Atem. Die „Gelbwesten“ fordern unter anderem mehr Steuergerechtigkeit und eine Verbesserung der Kaufkraft. Die Wut vieler richtet sich aber auch ganz allgemein gegen Macron und seine Reformpolitik.

Bereits am Montagmorgen will der 40-Jährige unter anderem Vertreter der großen Gewerkschaften, der Arbeitgeber sowie die Präsidenten der Nationalversammlung und des Senats treffen. Der Präsident wolle in dieser schweren Zeit alle politischen, lokalen, wirtschaftlichen und sozialen Kräfte versammeln, hieß es. Ziel sei, ihre Stimmen und Vorschläge zu hören.

Am Wochenende waren in Frankreich erneut weit mehr als 100.000 Menschen auf die Straßen gegangen, um für mehr Steuergerechtigkeit und höhere Kaufkraft zu demonstrieren. Es war das vierte Wochenende in Folge, an dem die Bewegung der „Gelben Westen“ in großem Stil zu Protesten aufgerufen hatte. In Paris, aber auch in anderen Städten wie Bordeaux und Toulouse kam es trotz eines massiven Aufgebots an Sicherheitskräften zu Ausschreitungen. (dpa)

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