Nach den Mueller-Ermittlungen : Trump kündigt Gegenschlag an

US-Präsident Trump will gegen die Initiatoren der Mueller-Ermittlung vorgehen. „Sie haben den Kongress angelogen“, behauptete er.

Donald Trump plant offenbar eine Reaktion auf den Mueller-Bericht.
Donald Trump plant offenbar eine Reaktion auf den Mueller-Bericht.Foto: Foto: Susan Walsh/AP/dpa

US-Präsident hat nach dem für ihn vorteilhaften Ende der Russland-Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller einen Gegenschlag angekündigt. „Wir haben etwas durchgemacht, es sind schlimme Dinge passiert und diese Leute wird man sich sicher ansehen“, sagte Trump am Montag in Washington mit Blick auf die Initiatoren der Untersuchungen. „Sie haben den Kongress angelogen“, behauptete er.

Trump sprach von bösartigen und sogar „verräterischen“ Dingen, ohne jedoch konkreter zu werden. Die Untersuchung habe auf einer „lügenhaften Darstellung“ basiert. „Wir können das niemals einem weiteren Präsidenten noch einmal antun lassen“, sagte Trump.

Der von Trump eingesetzte Justizminister William Barr hatte am Sonntag eine vierseitige Zusammenfassung der fast zwei Jahre dauernden Ermittlungen veröffentlicht. Darin kommt Barr zu dem Schluss, dass Sonderermittler Robert Mueller keine Beweise gefunden habe, die eine Zusammenarbeit des Trump-Lagers mit Russland während des Wahlkampfes 2016 belegen.

Demokraten stellen Trumps „Entlastung“ infrage

Bei der Beurteilung, ob Trump sich der Justiz-Beeinflussung schuldig gemacht habe, legte sich Mueller ausdrücklich nicht fest. Trump selbst sprach dennoch von einer „totalen Entlastung“, nachdem sein Justizminister eine Weiterverfolgung für nicht notwendig erachtet hatte. Eine Veröffentlichung weiterer Teile des Mueller-Reports über die vierseitige Zusammenfassung hinaus stehe er offen gegenüber. „Es ist die Entscheidung des Justizministers, aber es würden mich überhaupt nicht stören.“

Führende Demokraten im US-Kongress sind nicht davon überzeugt, dass die Untersuchungen des FBI-Sonderermittlers Trump entlastet haben. Die Vorsitzenden von drei Ausschüssen im Abgeordnetenhaus forderten US-Justizminister Barr am Montag dazu auf, unverzüglich dem Justizausschuss Rede und Antwort zu stehen. (dpa)

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