Nach Gipfeltreffen : US-Außenminister: Nordkorea produziert weiter Atommaterial

Nordkorea bleibt nach den Worten von US-Außenminister Mike Pompeo die größte Gefahr für die nationale Sicherheit seines Landes. Außerdem produziere Nordkorea weiterhin spaltbares Material.

US-Außenminister Mike Pompeo.
US-Außenminister Mike Pompeo.Foto: Susan Walsh/dpa

Nordkorea stellt nach Angaben von US-Außenminister Mike Pompeo weiterhin Atommaterial her. "Ja, sie stellen weiterhin Spaltmaterial her", sagte Pompeo am Mittwoch bei einer Anhörung vor dem US-Senat. Auf die Frage, ob Nordkorea auch sein Atomprogramm noch vorantreibe, sagte Pompeo, dies wolle er "in einem anderen Rahmen" beantworten. Er bezog sich damit auf ein Treffen mit Senatoren hinter verschlossenen Türen.

Er halte Nordkorea nach wie vor für die dringlichste Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA, sagte Pompeo.

Dennoch zeigte sich Pompeo optimistisch, dass die Gespräche zwischen beiden Ländern in die richtige Richtung führten. „Ich gestehe aber ein, dass noch ein verdammt langer Weg vor uns liegt.“ Nach seinen Worten sind die USA nicht von den Nordkoreanern hereingelegt worden. Die gegen Nordkorea verhängten Sanktionen würden weiter durchgesetzt.

US-Präsident Donald Trump hatte nach seinem Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un verkündet, es gebe "keine nukleare Bedrohung durch Nordkorea mehr". Pompeo sagte am Mittwoch, Trump habe vermutlich sagen wollen, dass die Spannungen deutlich reduziert worden seien.

Zuvor hatte Pompeo bei der Anhörung versichert, dass seine Regierung keine "endlose Verschleppung" in den Gesprächen mit Nordkorea über die atomare Abrüstung hinnehmen werde. Die laufenden Gespräche mit Pjöngjang bezeichnete er jedoch als "produktiv". Es gebe "Fortschritte". (AFP,dpa)

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