Oksana Schatschko : Tod einer Femen-Kämpferin

Die Mitgründerin von Femen, Oksana Schatschko, ist gestorben. Die Hintergründe ihres Todes sind bislang unklar. Bekannt wurde die umstrittene Gruppe mit einer neuen Form des Nackt-Protests.

Oksana Satschko (Mitte) bei einer Femen-Protestaktion in Paris.
Oksana Satschko (Mitte) bei einer Femen-Protestaktion in Paris.Foto: AFP

Die Femen-Mitgründerin Oksana Schatschko ist am Montag tot in ihrer Wohnung in Paris aufgefunden worden. Die Umstände, die zum Tod der 31jährigen Ukrainerin führten, sind noch unklar. Es wird vermutet, dass es sich um Selbstmord handelt, sie litt schon länger unter Depressionen, berichten französische Medien. Offenbar hat sie auch einen Abschiedsbrief hinterlassen. Bisher hat sich die französische Polizei noch nicht dazu geäußert. Es soll eine Autopsie durchgeführt werden.

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Femen-Aktivistinnen in Berlin
Femen-Aktivistinnen in Berlin

Medien in Russland und der Ukraine berichteten zuerst über den Tod, bevor die französische Presse das Thema aufgriff. Den Tod der Mitbegründerin verkündete die feministische Gruppe auf ihrer offiziellen Website. „Die furchtlose und verletzliche Oksana Schatschko hat uns verlassen“, steht dort.

Nackter Protest der Femen-Aktivistinnen
Demonstration vor der tunesischen Botschaft in Paris für eine in Tunesien inhaftierte Frau, die sich nackt im Internet gezeigt hatte.Alle Bilder anzeigen
1 von 6Foto: AFP
10.04.2013 17:08Demonstration vor der tunesischen Botschaft in Paris für eine in Tunesien inhaftierte Frau, die sich nackt im Internet gezeigt...

Die Femen-Gruppe verlassen

Schatschko gründete Femen im April 2008 zusammen mit Anna Guzol und Alexandra Schevtschenko in der Ukraine und machte durch Protest-Aktionen auf sich aufmerksam. Schatschko verließ später die Femen-Gruppe, weil sie sich mit einer anderen Gründerin nicht verstand und arbeitete in Paris als Malerin.

Bei ihren Aktionen zeigten sich die Femen-Frauen mit bemalten und nackten Oberkörpern und Blumenkränzen im Haar. Sie protestierten unter anderem gegen Politiker wie Wladimir Putin, Silvio Berlusconi, Marine Le Pen oder gegen das Frauenbild im Islam.

Hier gibt es Hilfe

Haben Sie dunkle Gedanken? Wenn es Ihnen nicht gut geht oder Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie sich melden können.

Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen finden Sie unter: www.telefonseelsorge.de

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