Auf der nächsten Seite lesen Sie, warum Sascha Vogt nicht traurig ist, dass der Blog abgeschaltet wurde.

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Peerblog und seine Folgen : Kritik am Steinbrück-Team nach Blog-Pannen

Er sei nicht traurig, dass das Projekt Peerblog wieder vorbei sei. „Es mag gut gemeint gewesen sein, aber für uns ist ganz klar, dass transparent sein muss, wer das finanziert. Deshalb gab es auch zu Recht Kritik daran.“ Vogt wünscht sich mehr Netz-Sachverstand in Steinbrücks Team. Auch bei den Parteilinken ist man froh über das Ende des Peerblogs. Der Sprecher der Parlamentarischen Linken, Ernst-Dieter Rossmann, sagte: „Das Thema Peerblog ist glücklicherweise abgehakt, denn es war offensichtlich keine besonders überzeugende Lösung und Konzeption.“ Er forderte Konzentration aufs Wesentliche: „Steinbrück sollte sich nicht auf Nebengleise lenken lassen, sondern eines im Blick haben: Es geht um Politik, nicht ums Bloggen.“

Ob der Blog nun tatsächlich, wie von den Verantwortlichen rund um den Ex-„Focus“-Redakteur Karl-Heinz Steinkühler angegeben, wegen der Hackerangriffe abgeschaltet wurde, bleibt offen. Steinkühler will nichts mehr dazu sagen. Bei Strato, der Firma, die den Server für den Blog bereitgestellt hat, heißt es: „Wir können keinen Angriff auf die Seite bestätigen, was aber nicht heißt, dass es keine gab.“ Und weiter: „Ein versierter Administrator der Seite kann solche Angriffe in den Griff bekommen.“ Technisch wäre es also kein Problem gewesen, den Blog weiter zu betreiben. Politisch aber schon.

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