Pflegenotstand : Pflegekräfte wollen mehr Einfluss auf Bundesebene

In bald drei Bundesländern setzen sich Angehörige der Pflegeberufe in Pflegekammern für ihre Interessen ein. Nun sollen ihre politischen Interessen auch auf Bundesebene vertreten werden.

Die Bereichsleiterin einer Berliner Pflegeeinrichtung hilft einer Bewohnerin.
Die Bereichsleiterin einer Berliner Pflegeeinrichtung hilft einer Bewohnerin.Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB

Nach der Gründung von Pflegekammern in drei Bundesländern wollen die Angehörigen der Pflegeberufe auch auf Bundesebene mehr Einfluss gewinnen. Der rheinland-pfälzische Kammerpräsident Markus Mai sprach sich auf einem Fachkongress am Dienstag in Mainz für eine Bundespflegekammer aus. Viele in den eigenen Reihen seien sich ihrer Macht und Einflussmöglichkeiten noch gar nicht bewusst, sagte Mai vor rund 1400 Teilnehmern des Pflegetages Rheinland-Pfalz.

„Wir brauchen die Bundespflegekammer so schnell wie möglich“, sagte die Vizepräsidentin der Pflegekammer Rheinland-Pfalz, Sandra Postel, der Deutschen Presse-Agentur. Wenn nach Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein im August auch die Pflegekammer in Niedersachsen starte, könne eine konstituierende Sitzung der Bundeskammer vorbereitet werden. Eine Gründungskonferenz sei bereits eingerichtet worden, hieß es.

Ähnlich wie bei der Ärztekammer soll die Bundespflegekammer als Arbeitsgemeinschaft der Landeskammern Aktivitäten in den Bundesländern harmonisieren und politische Fragen auf die Bundesebene bringen. Dazu gehört etwa die Forderung nach einer besseren Personalausstattung in Einrichtungen der Pflege. (dpa)

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