• Präsidentschaftswahl in Rumänien: Bisheriger Amtsinhaber Iohannis führt laut Hochrechnungen

Präsidentschaftswahl in Rumänien : Bisheriger Amtsinhaber Iohannis führt laut Hochrechnungen

Klaus Iohannis liegt laut Hochrechnungen mit großen Abstand vor seiner Kontrahentin Dancila. Iohannis gehört der deutschen Minderheit Rumäniens an.

Amtsinhaber Iohannis liegt laut Hochrechnungen 17 Prozent vor der Sozialdemokratin Dancila, die voraussichtlich Ende November in einer Stichwahl antreten werden
Amtsinhaber Iohannis liegt laut Hochrechnungen 17 Prozent vor der Sozialdemokratin Dancila, die voraussichtlich Ende November in...Daniel MIHAILESCU / AFP

Bei der Präsidentschaftswahl in Rumänien liegt der pro-europäische Amtsinhaber Klaus Iohannis mit großem Abstand vorne. Der Mitte-Rechts-Politiker Iohannis, der der deutschen Minderheit Rumäniens angehört, kommt auf 39 Prozent, wie Hochrechnungen von Sonntagabend ergaben. In der Stichwahl Ende November dürfte er auf die ehemalige sozialdemokratische Regierungschefin Viorica Dancila treffen, die den Hochrechnungen zufolge auf 22,5 Prozent kommt.

Iohannis, der als Favorit in den ersten Wahldurchgang ging, gilt in Osteuropa als Gegenpart des anti-europäischen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und der rechtsnationalistischen polnischen Regierungspartei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS). Neben Iohannis und Dancila bewarben sich der Chef der neugegründeten europafreundlichen Partei USR, Dan Barna, und der frühere Schauspieler Mircea Diaconu um das Präsidentenamt in Rumänien.

Iohannis hatte Dancilas sozialdemokratische PSD im Wahlkampf als Bedrohung der Demokratie bezeichnet. Dancilas Regierungszeit seit 2016 war von Konflikten mit der EU über geplante Einschnitte in das rumänische Justizsystem geprägt. Die Opposition warf ihr Korruption vor.

Dancila war am 10. Oktober per Misstrauensvotum durch das Parlament gestürzt worden. Vergangene Woche wurde der neue rumänische Ministerpräsident Ludovic Orban von der liberal-konservativen Partei PNL vereidigt.

18,2 Millionen Rumänen waren am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Stichwahl soll am 24. November stattfinden. (AFP)

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