New York Times: Herausforderung fürs Establishment

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Reaktionen auf Pegida : "Das ist nicht Deutschland"
"Refugees welcome": Die ausländischen Medien, wie hier die BBC, berücksichtigten in der Pegida-Berichterstattung auch die Gegendemonstrationen am Montagabend.
"Refugees welcome": Die ausländischen Medien, wie hier die BBC, berücksichtigten in der Pegida-Berichterstattung auch die...Foto: Screenshot


Die Proteste vom Montagabend stießen auch auf große Resonanz in ausländischen Medien. Dabei fanden sowohl die Pegida-Aufzüge Berücksichtigung, als auch die Gegendemonstrationen in den verschiedenen Städten. Die "New York Times" stellte fest, dass in Dresden etwa genauso viele Pegida-Anhänger auf die Straße gingen wie im Dezember - obwohl Kanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache und weitere gesellschaftliche Institutionen sich von der Bewegung distanziert hätten.

Damit verdeutlichten die jüngsten Proteste nur die "Größe der Herausforderung", mit der sich das Establishment und alle weltoffenen Deutschen konfrontiert sähen, schrieb das Blatt. Allerdings ließ die "New York Times" nicht unerwähnt, dass die Verantwortlichen am Montag als Zeichen gegen Pegida die Beleuchtung des Brandenburger Tors und des Kölner Doms abschalteten.

Die BBC berichtete auf ihrer Internetseite an oberster Stelle über Pegida, wies aber auch darauf hin, dass die Zahl der Gegendemonstrationen inzwischen zugenommen habe und zum Beispiel in Berlin etwa 5000 Bürger Pegida blockierten. Auch der britische "Guardian" stellte diese Entwicklung heraus. Schon am Vortag hatte er kommentiert, die Massen in Dresden erzählten eine "abschreckende Geschichte von Europas Furcht vor Migration". Dem englischsprachigen Al-Jazeera-Ableger waren die Pegida-Proteste eine Aufmacher-Geschichte wert - wobei sich der Blick ebenfalls vor allem auf die Ereignisse in Dresden mit 18 000 Demonstranten richtete.

(Tsp mit Reuters, AFP)

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