• Rennen um US-Präsidentschaftskandidatur: Warren zieht in Umfragen erstmals an Biden vorbei

Rennen um US-Präsidentschaftskandidatur : Warren zieht in Umfragen erstmals an Biden vorbei

Lange lag Ex-Vizepräsident Joe Biden beim Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur vorn. Elizabeth Warren überholt ihn auch beim Spendensammeln.

Die Konkurrenten Joe Biden und Elizabeth Warren – hier bei der dritten TV-Debatte am 12. September.
Die Konkurrenten Joe Biden und Elizabeth Warren – hier bei der dritten TV-Debatte am 12. September.Foto: Robyn Beck/AFP

Das Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten wird enger: Die Senatorin Elizabeth Warren liegt laut einer am am Dienstag veröffentlichten Auswertung mehrerer Umfragen zum ersten Mal knapp vor Ex-Vizepräsident Joe Biden, der bislang unangefochten an der Spitze der Bewerber stand. Mehr als ein Dutzend US-Demokraten kämpft derzeit noch um die Nominierung für die Präsidentschaftskandidatur 2020.

Durchschnittlich kommt Warren in Umfragen laut der der Webseite „RealClearPolitics“ auf 26,6 Prozent. Biden liegt mit 26,4 Prozent nun knapp dahinter. Im Gegensatz zu Biden hat die 70-jährige Senatorin von Massachussetts einen erfolgreichen Wahlkampf-Sommer hinter sich. Der 76-jährige Biden machte hingegen vor allem mit rhetorischen Ausrutschern und gesundheitlichen Problemen auf sich aufmerksam.

Bidens Name ist außerdem mit dem von den Demokraten angestrebten Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump verbunden. Dem US-Präsidenten wird vorgeworfen, vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Beschaffung von kompromittierendem Material gegen Biden und dessen Sohn gefordert zu haben.

Nächste TV-Debatte am 15. Oktober

Warren hat auch beim Aufbringen von Geld für ihren Wahlkampf die Nase vorn. Allein im dritten Quartal 2019 sammelte sie 24,6 Millionen Dollar (22,4 Millionen Euro) von Spendern ein – deutlich mehr als ihre innerparteilichen Rivalen Biden und Bernie Sanders.

Am 15. Oktober findet die vierte TV-Debatte der US-Demokraten statt. In Ohio werden die zwölf Bewerber mit den besten Chancen antreten. Eine weitere Debatte ist für den 20. November geplant. (AFP)

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