Russland-Affäre : Trump hat seine Antworten an Sonderermittler Mueller geschickt

Trump hat schriftlich auf die Fragen des Sonderermittlers zur Russland-Affäre, Robert Mueller, geantwortet. Seine Anwälte fordern ein Ende der Ermittlungen.

US-Präsident Donald Trump spricht zur Presse. (Archivbild)
US-Präsident Donald Trump spricht zur Presse. (Archivbild)Foto: Jim WATSON/AFP

US-Präsident Donald Trump hat in der Russland-Affäre schriftliche Antworten an Sonderermittler Robert Mueller gesandt.

"Der Präsident hat heute auf die schriftlichen Fragen des Büros des Sonderermittlers geantwortet," erklärte Trump-Anwalt Jay Sekulow am Dienstag laut US-Medien. Mueller geht seit 2017 dem Verdacht nach, vor der Präsidentenwahl 2016 habe Trumps Team heimlich mit Russland zusammengearbeitet. Trump streitet dies ebenso ab wie die Regierung in Moskau. Ein anderer Trump-Anwalt, Rudy Giuliani, forderte ein Ende der Ermittlungen.

Giuliani betonte, der Präsident habe ein "beispielloses Maß an Kooperation" gezeigt. Nun sei es an der Zeit, die Untersuchung endlich abzuschließen. Giuliani kritisierte, viele Fragen Muellers gingen über den Rahmen einer legitimen Untersuchung hinaus. Trump selbst hatte die Ermittlungen als politische Hexenjagd bezeichnet. US-Geheimdienste sind zu der Einschätzung gelangt, dass Russland sich zugunsten Trumps in die Präsidentenwahl eingemischt habe.

Bislang hat der Sonderermittler und frühere Chef der Bundespolizei FBI Anklagen gegen vier frühere Trump-Mitarbeiter und 26 russische Staatsbürger erwirkt.

Nach früheren Angaben Giulianis wollte Trump sich zu der Frage äußern, ob sein Wahlkampfteam mit Russland kooperiert habe, nicht jedoch zu der Frage, ob der Präsident die Ermittlungen hintertreiben wollte. Muellers Untersuchung dreht sich um beide Aspekte.

Kurz nach den Wahlen erzwang Trump den Rücktritt von Justizminister Jeff Sessions und setzte als vorübergehenden Nachfolger Sessions' bisherigen Stabschef Matthew Whitaker ein. Da Whitaker die Mueller-Ermittlungen in der Vergangenheit heftig kritisiert hatte, schürte Trumps Personalmanöver die Sorge, er könnte mit Hilfe des Interimsministers die Mueller-Ermittlungen abwürgen oder einschränken.

Offen ist, ob Mueller Trump zu einer Zeugenbefragung vorladen will. Zuletzt nannte Trump es unwahrscheinlich, dass er einem solchen Gespräch zustimmen würde. (Reuters, AFP)

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