Russland-Affäre : Trump will Fragen von Ermittler Mueller eigenhändig beantwortet haben

Der US-Präsident hat Antworten auf eine Reihe von Fragen des Sonderermittlers zur Russland-Affäre niedergeschrieben. Das sei "sehr leicht" gewesen, sagte Trump.

US-Präsident Donald Trump.
US-Präsident Donald Trump.Foto: KEVIN DIETSCH/imago/UPI Photo

Bei den Russland-Untersuchungen in den USA hat Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben eigenhändig Antworten an den FBI-Sonderermittler Robert Mueller verfasst. „Meine Anwälte arbeiten nicht daran“, sagte Trump am Freitag auf Fragen von Journalisten im Weißen Haus. „Die Fragen wurden von mir beantwortet.“ Allerdings seien die Antworten noch nicht an Mueller übermittelt worden. „Wie Sie wissen, war ich etwas beschäftigt.“ Mueller untersucht unter anderem, ob Trumps Wahlkampfteam 2016 geheime Absprachen mit Russland getroffen hat. Trump dementierte das erneut.

Die Beantwortung der Fragen von Sonderermittler Mueller sei "sehr leicht" gewesen, sagte Trump.

Trump äußerte sich nicht zum Inhalt von Muellers Fragen. In Washington wird heftig darüber spekuliert, dass die Mueller-Ermittlungen schon bald zu weiteren Anklageerhebungen führen könnten und die Untersuchungen des früheren Direktors der Bundespolizei FBI sich möglicherweise dem Abschluss nähern. Bislang hat der Sonderermittler Anklagen gegen vier frühere Trump-Mitarbeiter und 26 russische Staatsbürger erwirkt.

Die „New York Times“-Reporterin Maggie Haberman hatte zuvor berichtet, Trump habe am vergangenen Montag und Dienstag bis zu 20 Stunden mit seinen Anwälten verbracht, um Antworten auszuarbeiten. Bei den Ermittlungen Muellers geht es um die Frage, ob und inwieweit sich russische Regierungskreise in die US-Präsidentenwahl 2016 eingemischt hatten - und ob das Lager des damaligen Kandidaten Donald Trump davon gewusst hatte oder sogar einbezogen war

Trump verurteilte die Ermittlungen am Freitag erneut als „Hexenjagd“. Am Donnerstag hatte er die Untersuchungen in einer Reihe von Tweets kritisiert und Mueller vorgeworfen, auf der Seite der oppositionellen Demokraten zu stehen. Unter anderem schrieb Trump, eines Tages werde an Universitäten untersucht werden, was „Mueller und seine Bande demokratischer Strolche getan haben, um Menschen zu zerstören“. (dpa, AFP)

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