Somalia : Zahl der Verletzten steigt auf 300

Am dritten Tag heftiger Gefechte in Mogadischu ist die Zahl der Verletzten auf mindestens 300 gestiegen. Wieviel Menschen getötet wurden ist derzeit unklar.

Mogadischu/Nairobi - Die Zahl der Verletzten liege vermutlich noch deutlich höher, da viele die Krankenhäuser nicht erreicht hätten, sagte Pascal Hondt, Delegationsleiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) für Somalia. Unterdessen hielten die Kämpfe zwischen Aufständischen auf der einen Seite und äthiopischen und somalischen Soldaten auf der anderen Seite im Süden Mogadischus an.

Ein Vertreter des Hawiye-Clans hatte zuvor im somalischen Radio berichtet, dass die Clanchefs sich mit Vertretern des äthiopischen Militärs auf einen Truppenrückzug geeinigt hätten. Der Hawiye-Clan ist der Übergangsregierung feindlich gesonnen, weil er sich nicht ausreichend repräsentiert fühlt. Die islamischen Milizen, die Ende Dezember von den äthiopischen Truppen vertrieben wurden, rekrutierten sich zum großen Teil aus dem Hawiye-Clan.

Die afrikanische Friedensmission, die nach dem geplanten Abzug der Äthiopier für Ruhe in Somalia sorgen sollte, ist weiterhin nicht voll einsatzbereit. Von den geplanten 8000 Mann sind erst etwa 1500 ugandische Soldaten eingetroffen, die aber nicht auf Patrouille gehen. Am 16. April sollen etwa 300 Delegierte in einer nationalen Versöhnungskonferenz über eine Friedenslösung für das vom Bürgerkrieg zerrüttete Land am Horn von Afrika beraten. (tso/dpa)

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