SPD bei 12,5 Prozent : Sozialdemokraten verstolpern Jahresauftakt

In der neuesten Insa-Umfrage landet die SPD auf ihrem schlechtesten Wert seit fünf Monaten: kein Rückenwind für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans.

Norbert Walter-Borjans, Bundesvorsitzender der SPD, spricht mit Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD
Norbert Walter-Borjans, Bundesvorsitzender der SPD, spricht mit Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPDFoto: Michael Kappeler/dpa

Einer neuen Umfrage zufolge hat die SPD ihren Jahresauftakt verstolpert. Laut dem Institut „Insa“ landen die Sozialdemokraten auf dem schlechtesten Wert seit fünf Monaten. Unter ihrem neuen Führungsduo aus Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans verlieren sie einen weiteren halben Prozentpunkt und kommen jetzt auf 12,5 Prozent.

Die Umfrage wurde im Auftrag der „Bild“-Zeitung erstellt. Für den Meinungstrend wurden vom 10. bis zum 13. Januar 2020 insgesamt 2040 Wahlberechtigte befragt. Demnach kann die Union nicht von der Schwäche der SPD profitieren: Sie verliert zwei Prozentpunkte und kommt nun auf 27 Prozent.

Linke, FDP und AfD gewinnen

„Die Debatte über eine Zusammenarbeit zwischen der Linken und der CDU schadet vor allem der Union“, sagt Insa-Chef Hermann Binkert zu den aktuellen Umfragewerten. „Bei vielen CDU-affinen Wählern gibt es eine große Skepsis gegenüber der Linken.“

Allerdings gewinnt die Linke, ebenso wie die FDP, jeweils einen halben Punkt und erreichen 9 Prozent beziehungsweise 9,5 Prozent. Die AfD kommt auf 15 Prozent und verbessert sich um einen Punkt. Einen halben Prozentpunkt an Zuspruch einbüßen mussten die Grünen. Sie liegen jetzt bei 21 Prozent.

Die große Koalition aus CDU/CSU und SPD kommt zusammen auf 39,5 Prozent. Auch Grün-Rot-Rot verfehlt mit 42,5 Prozent eine parlamentarische Mehrheit. Aber Schwarz-Grün mit zusammen 48 Prozent und eine „Deutschland-Koalition“ aus CDU/CSU, SPD und FDP mit zusammen 49 Prozent erreichen parlamentarische Mehrheiten. (Tsp)

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