• Sprecher verteidigt Aussage als Scherz: Biden nennt junge Frau „verlogene hundsgesichtige Pony-Kavalleristin“

Sprecher verteidigt Aussage als Scherz : Biden nennt junge Frau „verlogene hundsgesichtige Pony-Kavalleristin“

Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden hat sich Ärger eingehandelt. Ein angeblicher Scherz einer Wahlkampfveranstaltung kam bei vielen nicht gut an.

Joe Biden bei einer Wahlkampfveranstaltung in New Hampshire.
Joe Biden bei einer Wahlkampfveranstaltung in New Hampshire.Foto: Justin Sullivan/Getty Images/AFP

Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden hat im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur bei den Demokraten mit einem Fauxpas erneut Kritik auf sich gezogen. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in New Hampshire bezeichnete er eine junge Frau als „verlogene hundsgesichtige Pony-Kavalleristin“ (lying dog-faced pony soldier). Ein Video des Auftritts verbreitete sich am Sonntag schnell im Internet.

Die 21-jährige Studentin hatte Biden um eine Erklärung für dessen schlechtes Abschneiden bei der Vorwahl der Demokraten in Iowa gebeten.

„Das ist eine gute Frage“, antwortete der nach der deutlichen Niederlage bei der Caucus genannten Vorwahl erheblich unter Druck stehende Biden. „Waren Sie jemals bei einem Caucus?“, fragte er die Studentin, die dann nickte. „Nein, waren Sie nicht“, sagte Biden weiter. „Sie sind eine verlogene, hundsgesichtige Pony-Kavalleristin.“

Bidens Wahlkampagnen-Sprecher Remi Yamamoto versuchte, den Schaden zu begrenzen und schrieb im Onlinedienst Twitter, die Aussage sei ein Witz gewesen: „Das ist aus einem John-Wayne-Film“ und Biden habe den Witz schon oft gemacht. Der frühere US-Vizepräsident sagt es, das ist auf dem Video zu sehen, tatsächlich in einem scherzhaften Tonfall, und geht danach über zur Beantwortung der Frage. Viele Menschen fanden die Bemerkung allerdings überhaupt nicht lustig und kommentierten dies auf Twitter.

Die betroffene Studentin sagte der „Washington Post“, es sei „völlig irrelevant, ob ich bei einem Caucus war oder nicht“. Joe Biden habe in diesem Rennen „unglaublich schlecht abgeschnitten“. Dessen Unfähigkeit, eine einfache Frage einer „unbedeutenden Studentin wie mir zu beantworten, verschärft diese Realität nur noch mehr“, sagte sie.

„Wenn er mit einer einfachen Frage einer seiner eigenen Anhänger nicht umgehen kann, wie kann Joe Biden es dann sechs Monate lang im Zweikampf mit Donald Trump aufnehmen“, twitterte Donald Trump Jr, der Sohn des US-Präsidenten.

Am Dienstag findet im Bundesstaat New Hampshire die zweite Vorwahl der Demokraten statt. Biden war in Iowa nur auf den vierten Platz gekommen, obwohl er zuvor in landesweiten Umfragen an der Spitze gelegen hatte. AFP

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