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Steve Wynn : Finanzchef der US-Republikaner räumt Posten wegen Belästigungsvorwürfen

Jahrelang soll der US-Milliardär Steve Wynn Frauen belästigt haben. Er bestreitet das. Doch sein Amt im Parteivorstand der Republikaner gibt der Trump-Verbündete auf.

Milliardär und Freund des US-Präsidenten: Steve Wynn
Milliardär und Freund des US-Präsidenten: Steve WynnFoto: Reuters/Mike Blake

Nach Berichten über jahrelange sexuelle Übergriffe ist US-Milliardär Steve Wynn von seinem Amt als Finanzchef des republikanischen Parteivorstands zurückgetreten. Sie habe den Rücktritt des 76-jährigen Kasino-Moguls angenommen, teilte die Vorsitzende des Republican National Committee, Ronna McDaniel, am Samstag mit. Wynn, ein politischer Verbündeter von US-Präsident Donald Trump, weist die Vorwürfe von sich.

Wynn soll laut einem Bericht des "Wall Street Journal" vom Freitag jahrelang Angestellte sexuell belästigt haben. Die Zeitung beruft sich auf Interviews mit Dutzenden Angestellten, die für den Milliardär arbeiteten oder noch arbeiten. Aus den Erzählungen ergab sich laut dem Blatt ein Bild jahrzehntelanger Belästigungen und Übergriffe. Die Frauen berichteten, sie hätten sich angesichts von Wynns Macht und aus Angst, ihre gutbezahlten Jobs zu verlieren nicht getraut, sich ihm zu widersetzen.

Wynn hat unter anderem die Kasinos Bellagio, Encore, Mirage, Treasure Island und Wynn im Spielerparadies Las Vegas gebaut. Die sexuellen Übergriffe sollen sich hauptsächlich in seiner privaten Bürosuite abgespielt haben - etwa im Zuge von Massagen und Maniküren. Dem "Wall Street Journal" zufolge hatten manche Angestellte so große Angst vor ihm, dass sie sich im Toilettenraum versteckt hätten, wenn er das Wellness Center im Wynn Kasinohotel aufgesucht habe.

Wynn bezeichnete die Bericht als "absurd". Er beschuldigte seine Ex-Frau Elaine, hinter den Vorwürfen zu stehen. Diese seien Teil eines "hässlichen" Rechtsstreits über ihre alten Scheidungsvereinbarungen. Sein Konzern, Wynn Resorts, sprach ebenfalls von Versuchen der Ex-Frau, Wynns Reputation anzugreifen. Bis heute sei keine Beschwerde auf der konzerninternen Hotline eingegangen, erklärte der Konzern, der rund 23.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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Wynn gehört zudem zu den Großspendern der Republikaner. Finanzchef des Organisationsgremiums der Partei wurde er kurz nach Trumps Einzug ins Weiße Haus vor einem Jahr. Nach Informationen des US-Magazins "Politico" sprach die Vorsitzende McDaniel mit dem US-Präsidenten nach dessen Rückkehr aus Davos am Samstag über Wynns Fall. (AFP)

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