Studie von Bertelsmann : Umweltschutz ist das wichtigste Thema für Europas Bürger

Für 40 Prozent der EU-Bürger hat einer Umfrage zufolge der Umweltschutz höchste Priorität. An zweiter Stelle folgt das Thema Arbeitsplätze.

Teilnehmer einer „Fridays for Future“-Demonstration in Berlin
Teilnehmer einer „Fridays for Future“-Demonstration in BerlinFoto: dpa/Jens Büttner

Für die EU-Bürger sind Umweltschutz und Jobs einer Studie zufolge derzeit die wichtigsten Themen. Ginge es nach der europäischen Bevölkerung, dann müsste die neue EU-Kommission demnach vor allem den Umweltschutz auf ihre Agenda setzen, hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Befragung „Eupinions“ der Bertelsmann Stiftung. Mit 40 Prozent habe dieses Thema mit Abstand die höchste Priorität bei den mehr als 12.100 befragten EU-Bürgern. In Deutschland rangiere der Umweltschutz sogar bei 49 Prozent an erster Stelle.

Erhält die neue EU-Kommission unter der schon gewählten Ursula von der Leyen noch am Mittwoch eine Mehrheit im Europaparlament, kann das neue Team wohl am 1. Dezember seine Arbeit aufnehmen. Die europäischen Bürger müssten überzeugt werden, dass eine gemeinsame europäische Politik auch tatsächlich Mehrwert schaffe, betonte Studienleiterin Isabell Hoffmann. Eine wichtige Rolle spielen laut „Eupinions“ Arbeitsplätze mit 34 Prozent und an dritter Stelle die soziale Sicherheit mit 23 Prozent.

Gefragt nach ihren persönlichen Sorgen, stehen steigende Lebenshaltungskosten mit 51 Prozent EU-weit an oberster Stelle. In Deutschland - größte Wirtschaftsmacht in Europas - sind die Befürchtungen unter allen Ländern mit 44 Prozent hier am schwächsten ausgeprägt. Gut die Hälfte der befragten Europäer (54 Prozent) unterstützt eine weitere Vertiefung der EU. Und jeder Zweite (50 Prozent) hat der Auswertung zufolge ein optimistisches Bild bezüglich der Zukunft der Europäischen Union.

Die Auswertung ist nach Angaben der Stiftung repräsentativ für die EU sowie für ihre Mitglieder Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und die Niederlande. (dpa)

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