• Terror on Paris - Liveticker vom Samstag zum Nachlesen: Hillary Clinton: Der IS muss besiegt werden

Deutsche Politiker sichern Unterstützung zu

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Terror on Paris - Liveticker vom Samstag zum Nachlesen : Hillary Clinton: Der IS muss besiegt werden

9:10 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich erschüttert: Sichtlich betroffen sicherte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Stellungnahme in Berlin Frankreich Solidarität und Hilfe zu. Hier der Wortlaut: "Hinter uns liegt eine der schrecklichsten Nächte, die Europa seit langer Zeit erlebt hat. Die Menschen in Paris müssen einen Alptraum von Gewalt, Terror und Angst durchleiden. Und ich möchte Ihnen und allen Franzosen heute von hier aus vor allem eines sagen: Wir, die deutschen Freunde, wir fühlen uns Ihnen so nah. Wir weinen mit Ihnen. Wir werden mit Ihnen gemeinsam den Kampf gegen die führen, die Ihnen so etwas Unfassbares angetan haben. Ich bin in Gedanken bei den mehr als 120 Menschen, denen das Leben geraubt wurde. Und ich bin in Gedanken bei den Familien und Angehörigen. Seien Sie versichert, Deutschland fühlt mit Ihnen in Ihrem Schmerz und in Ihrer Trauer.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Frankreich nach den Terroranschlägen von Paris „jedwede Unterstützung“ zugesichert, die Deutschland bieten könne. „Wir, die deutschen Freunde, wir fühlen uns Ihnen so nah“, sagte die CDU-Politikerin am Samstagmorgen im Kanzleramt in Richtung der Opfer.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Frankreich nach den Terroranschlägen von Paris „jedwede Unterstützung“ zugesichert, die...Foto: AFP


Ich denke auch an die vielen Verletzten. Mögen Sie genesen, körperlich und seelisch. Die Menschen, um die wir trauern, wurden vor Cafes ermordet, im Restaurant, im Konzertsaal oder auf offener Straße. Sie wollten das Leben freier Menschen leben, in einer Stadt, die das Leben feiert. Und sie sind auf Mörder getroffen, die genau dieses Leben in Freiheit hassen. Dieser Angriff auf die Freiheit gilt nicht nur Paris. Er meint uns alle und er trifft uns alle. Und deswegen werden wir auch alle gemeinsam die Antwort geben. Da ist zunächst die Antwort der Sicherheitskräfte. Die Bundesregierung steht dazu im engen Kontakt mit der französischen Regierung und hat jedwede Unterstützung angeboten. Wir werden alles tun, um bei der Jagd auf die Täter und Hintermänner zu helfen und gemeinsam den Kampf gegen diese Terroristen zu führen.

Ich werde heute im Laufe des Tages mit den zuständigen Ministern zusammenkommen, um die weitere Entwicklung der Lage in Frankreich und alle damit verbunden Fragen zu erörtern.

Und dann geben wir auch als Bürger eine klare Antwort. Und die heißt: Wir leben von der Mitmenschlichkeit, von der Nächstenliebe, von der Freude an der Gemeinschaft. Wir glauben (...) an das Recht jedes Einzelnen, sein Glück zu suchen und zu leben, an den Respekt vor dem anderen und an die Toleranz.

Wir wissen, dass unser freies Leben stärker ist als jeder Terror. Lassen Sie uns den Terroristen die Antwort geben, indem wir unsere Werte selbstbewusst leben und indem wir diese Werte für ganz Europa bekräftigen, jetzt mehr denn je."

9:05 Uhr: Steinmeier spricht vom "Inferno des Terrors": Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat Frankreich die enge Solidarität Deutschlands zugesichert. Man stehe "fest an der Seite Frankreichs", sagte der SPD-Politiker am Samstagmorgen vor der Syrien-Konferenz in Wien. "Die Dimension des Grauens übersteigt die Vorstellungskraft eines jeden", sagte der Minister, der am Vorabend in Paris beim Fußballspiel Frankreich gegen Deutschland Ohrenzeuge von zwei der Attacken geworden war. "Was als Fußballfest begann, endete in einem Inferno des Terrors."

9.00 Uhr: Wie reagieren Bundesligavereine? "Unsere Gedanken sind bei den Opfern der Anschläge in Paris und ihren Angehörigen. #PrayforParis", schrieb der deutsche Meister FC Bayern München am Samstagmorgen im Kurznachrichtendienst Twitter. "Ergebnis unwichtig. An alle in #Paris: Passt bitte auf Euch auf. Unsere Gedanken sind bei den Opfern", twitterte Borussia Dortmund nach der 0:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft in Frankreich.
Fast alle Clubs äußerten in sozialen Netzwerken ihre Sorge und Betroffenheit. "Wenn Fußball so unwichtig ist - Hertha BSC trauert mit den Franzosen!", hieß es aus Berlin. Hannover 96 twitterte: "#NiemalsAllein: Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer von #Paris." Von Borussia Mönchengladbach kam die Kurznachricht: "Heute rückt der Fußball in den Hintergrund. Wir trauern um alle Opfer in Paris und wünschen den Angehörigen viel Kraft." Clubs wie der FC Schalke 04, der Hamburger SV oder der 1. FC Köln schrieben nach den Angriffen mit mindestens 120 Toten: "#PrayForParis".

8:55 Uhr: Vize-Kanzler Sigmar Gabriel sichert Frankreich die Solidarität Deutschlands zu: "Die Terror-Anschläge in Paris richten sich gegen uns alle", erklärt der Bundeswirtschaftsminister. "Wir Demokraten halten zusammen, wir werden Demokratie und Freiheit verteidigen. Hass, Gewalt und Angst dürfen keinen Platz haben, wir werden uns niemals dem Terror beugen."
8:50 Uhr: Krankenhäuser in Paris leiten "Plan blanc" ein: Die öffentlichen Krankenhäuser in Paris haben nach den Terrorattacken vom Freitagabend nach Medienberichten den sogenannten "Plan blanc" eingeleitet. Wie die Zeitung "Le Monde" auf ihrer Homepage am Samstagmorgen schrieb, wurden alle Hospitäler in Alarmbereitschaft versetzt. Dasselbe gelte für Notfalldienste und alle weiteren öffentlichen Gesundheitseinrichtungen. Den "weißen Plan" gibt es seit 2004, er tritt nur in Ausnahmesituationen in Kraft.

8:45 Uhr: "Entschiedene Reaktion": Was sagt der Vatikan? Der Vatikan verurteilt die Anschläge als "wahnsinnige terroristische Gewalt". Es müsse eine entschiedene Reaktion auf einen derartigen "menschenmörderischen Hass" geben, heißt es in einer Stellungnahme.

8:15 Uhr: "Furchtbare Heimsuchung": Wie Francois Hollande reagiert. Frankreichs Staatspräsident François Hollande verhängte den Ausnahmezustand für ganz Frankreich und ließ die Grenzen schließen. Seine Erklärung vom späten Freitagabend im Wortlaut: "Meine lieben Landsleute! Während ich spreche, finden Terrorangriffe von einem bisher nie dagewesenen Ausmaß im Großraum Paris statt. Es gibt Dutzende von Toten, es gibt viele Verletzte, es ist entsetzlich. Wir haben auf meine Entscheidung hin alle nur möglichen Kräfte mobilisiert, damit es zu einer Neutralisierung der Terroristen kommen kann und alle möglicherweise betroffenen Stadtviertel gesichert werden können. Ich habe auch Verstärkung durch Einheiten der Armee angefordert. Sie sind derzeit im Großraum Paris, um sicherzustellen, dass es keinerlei neuen Angriff geben kann. Und ich habe den Ministerrat einberufen, er wird in wenigen Minuten abgehalten. Zwei Entscheidungen werden getroffen werden: Der Ausnahmezustand wird erklärt. Das bedeutet, dass bestimmte Orte geschlossen werden, der Verkehr unterbunden werden kann und dass auch überall in der Region Ile-de-France Hausdurchsuchungen veranlasst werden können. Der Ausnahmezustand wird im gesamten Staatsgebiet verhängt.

Die zweite Entscheidung, die ich getroffen habe, ist die Schließung der Grenzen. Wir müssen sicherstellen, dass niemand ins Land kommen kann, um irgendwelche Taten zu verüben. Und gleichzeitig sicherstellen, dass diejenigen, die leider diese Verbrechen begehen konnten, auch dingfest gemacht werden können, wenn sie das Staatsgebiet verlassen wollen. Es ist eine furchtbare Prüfung, die uns erneut heimsucht. Wir wissen, von wo sie kommt - wer diese Verbrecher sind, wer diese Terroristen sind. Wir müssen auch in diesen so schwierigen Augenblicken Mitleid und Solidarität zeigen, und meine Gedanken sind bei den sehr zahlreichen Opfern, ihren Familien, bei den Verletzten. Aber wir müssen auch unseren Zusammenhalt und unsere Beherrschung bewahren. Gegenüber dem Terror muss Frankreich stark sein, es muss groß sein. Und die staatlichen Behörden müssen standhaft sein, das werden wir auch sein.
Wir müssen an die Verantwortlichkeit aller appellieren. Was die Terroristen wollen, ist uns Angst zu machen - dass uns das Entsetzen befällt. Man kann tatsächlich Angst haben, Entsetzen haben. Aber gegenüber dem Entsetzen gibt es eine Nation, die sich zu verteidigen weiß, die ihre Kräfte mobilisieren kann, und die einmal mehr die Terroristen besiegen wird.
Französinnen, Franzosen, wir haben die Einsätze noch nicht abgeschlossen. Es gibt noch einige, die äußerst schwierig sind. In diesem Moment stürmen die Sicherheitskräfte einen Ort in Paris. Ich bitte sie, weiter darauf zu vertrauen, was wir mit den Sicherheitskräften tun können, um unsere Nation vor Terrorakten zu bewahren. Es lebe die Republik, es lebe Frankreich."

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