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Thema

Bundestagswahl

Wenn es Rot-Schwarz in Berlin schon nicht gelingt, staatlichen Öko-Strom in messbarem Umfang zu produzieren, dann sollten SPD und CDU auch darauf verzichten, heiße Luft in die Umgebung abzulassen. Äußerst erhitzt präsentieren sich drei Tage nach der Bundestagswahl die Koalitionspartner in der Hauptstadt.

Während seine Partei zu Hause zerfällt, hat er seinen letzten Außentermin. Die letzte Dienstreise führt Außenminister Guido Westerwelle zur Uno. Noch einmal mischt er mit bei dem großen jährlichen Schaulaufen der Politiker aus aller Welt, die so viel reden, aber kaum handeln. Ein Abschied, der schwer fällt

Von Gerd Appenzeller

Die Bundestagswahl und der Volksentscheid zur Rekommunalisierung der Energienetze in Hamburg werfen auch Tage nach der Abstimmung Fragen auf. Die CDU war bereits bei Vorstellung des vorläufigen Wahlergebnisses am Montag zuerst auf Auffälligkeiten gestoßen.

AfD und FDP scheiterten an der Fünfprozenthürde.

Die Fünfprozenthürde wird wieder zum Thema. Insgesamt fanden die Zweistimmen von sieben Millionen Wählern keine Berücksichtigung. Die verfassungsrechtlichen Bedenken wachsen.

Von
  • Albert Funk
  • Jost Müller-Neuhof
Mit der Bitte um Verständnis: Die Bundestagswahl hat zwar einen klaren Sieger hervorgebracht, aber unklare Mehrheitsverhältnisse.

Das politische Berlin ist im Umbruch. Sicher ist: Am 22. Oktober kommt der neue Bundestag zusammen Doch es gibt keine Vorschrift, bis wann die neue Regierung stehen muss. 1976 dauerten die Koalitionsverhandlungen ganze 73 Tage.

Von Robert Birnbaum
Hip in blau und auch angesagt bei jungen Wählern: Angela Merkel (CDU).

Wer sich nach der Bundestagswahl eine Karte der Wahlkreise in Deutschland anschaute, sah ein tiefschwarzes Land. Doch hinter Merkels Triumph steckt nicht nur eine Absage an Rot-Grün - die Wähler haben sich mit ihrem Votum noch von etwas ganz anderem verabschiedet.

Von Malte Lehming
Der Kuchen wird neu verteilt. Vergangenes Jahr griffen Grüne wie Claudia Hämmerling und Stefan Gelbhaar (rechts) und CDU-Politiker wie Frank Henkel und Florian Graf anlässlich des Frauentages zur Torte. Jetzt wird über eine Annäherung der Parteien diskutiert.

Die Berliner Christdemokraten sehen nach der Bundestagswahl „Anknüpfungspunkte“ mit den Grünen. Eine große Koalition würde Frank Henkel hingegen "erhebliche Bauchschmerzen" bereiten.

Von Sabine Beikler

Der Direktkandidat der Potsdamer Linken für die Bundestagswahl, Norbert Müller, zieht doch noch in ein Parlament ein – in den brandenburgischen Landtag. Wie die Partei bestätigte, wird er für die Linken-Abgeordnete Birgit Wöllert, die in den neuen Bundestag einzieht, nachrücken.

Die ersten Liberalen packen ihre Koffer, doch er bleibt: Der Berliner FDP-Politiker Hellmut Königshaus ist demnächst der Letzte seiner Art im Deutschen Bundestag. Das Parlament hat ihn 2010 zu seinem Wehrbeauftragten gewählt, und dessen Amtszeit endet erst nach fünf Jahren, also im Frühjahr 2015 – ungeachtet des nunmehrigen Endes der Legislaturperiode.

Erzwungener Generationswechsel: Die Politiker, die vor 30 Jahren die Grünen gründeten, sitzen künftig nur noch auf den hinteren Plätzen. Sie übernehmen die Verantwortung für das schlechte Wahlergebnis. Die Jüngeren wittern ihre Chance.

Von
  • Cordula Eubel
  • Robert Birnbaum
  • Gerd Nowakowski
Windräder im Berliner Umland sollen den Öko-Strom für das geplante Stadtwerk liefern.

Die Berliner SPD beruft wegen des Streits um ein landeseigenes Stadtwerk den Koalitionsausschuss ein, der sich um schwere Konflikte kümmert. Die CDU sieht darin einen Machtkampf - und auch Finanzsenator Nußbaum zweifelt an dem Vorhaben.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach
Stets zu Diensten. Klaus Wowereit bleibt weiterhin nur in Berlin eine politische Größe. -

Am Wahlsonntag zeigte Klaus Wowereit als Vize-Chef der SPD noch einmal auffällig Präsenz. Aber ein Job in der Bundespolitik ist nicht frei – und die Berliner SPD will keine große Koalition.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach
Stets zu Diensten. Klaus Wowereit, hier am Rande des Galadinners für die Porzellanmanufaktur KPM, bleibt weiterhin nur in Berlin eine politische Größe.

Am Wahlsonntag zeigte Klaus Wowereit als Vize-Chef der SPD noch einmal auffällig Präsenz. Aber ein Job in der Bundespolitik ist nicht frei – und die Berliner SPD will keine große Koalition.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach

Die SPD ist in Potsdam-Mittelmark nicht an der eigenen Schwäche gescheitert, sondern an der Stärke der CDU. Das lässt sich vor allem an den Ergebnissen in der Region Teltow ablesen

Von
  • Eva Schmid
  • Tobias Reichelt

Am Wahlsonntag zeigte Klaus Wowereit als Vize-Chef der SPD noch einmal auffällig Präsenz. Aber ein Job in der Bundespolitik ist nicht frei

Von Ulrich Zawatka-Gerlach
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