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Tragödie vor Jemens Küste : 46 Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen

Wieder sind Menschen auf der Flucht ertrunken. Im Golf von Aden sind nach UN-Angaben mindestens 46 Äthiopier Opfer eines Bootsunglücks geworden.

Mitarbeiter der Internationalen Organisation für Migration aus dem Jemen helfen einem Überlebenden des Bootsunglücks.
Mitarbeiter der Internationalen Organisation für Migration aus dem Jemen helfen einem Überlebenden des Bootsunglücks.Foto: IOM

Bei einem Unglück vor der jemenitischen Küste sind nach UN-Angaben mindestens 46 Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen. 37 Männer und neun Frauen seien ertrunken, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch in Genf mit. 16 Menschen würden nach dem Unglück im Golf von Aden vermisst.

Menschenschmuggler hatten nach ihren Angaben mindestens 100 Menschen auf das Boot gepfercht, das am Dienstag in Boosaaso in Somalia ablegte. An Bord seien Äthiopier gewesen, die auf der Suche nach Arbeit womöglich über das Bürgerkriegsland Jemen in die Golfstaaten weiterziehen wollten.

Das Boot sei die ganze Nacht unterwegs gewesen und sei kurz vor dem Anlegen an der Küste Jemens von hohen Wellen erfasst worden. Für die Menschen an Bord habe es nach Angaben von Überlebenden keine Schwimmwesten gegeben.

Das Unglück im Golf von Aden hatte sich laut IOM am Mittwochmorgen ereignet. Mitarbeiter der UN-Organisation waren den Überlebenden zu Hilfe geeilt.

Flüchtlingsboote, die oftmals überladen und in einem schlechten Zustand sind, verunglücken immer wieder. Am Sonntag waren bei zwei Bootsunglücken im Mittelmeer mehr als 50 Migranten ertrunken. (AFP)

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