Trump legt nach : Auch China sollte gegen Biden ermitteln

Trump geht in die Offensive. Er fordert die Ukraine und China auf, gegen seinen Widersacher Biden zu ermitteln. Der wehrt sich öffentlich.

Donald Trump, Präsident der USA, spricht am Donnerstag mit Medienvertretern vor dem Weißen Haus.
Donald Trump, Präsident der USA, spricht am Donnerstag mit Medienvertretern vor dem Weißen Haus.Foto: Andrew Harnik/AP/dpa

Der durch die Ukraine-Affäre unter Druck geratene US-Präsident Donald Trump hat seine Attacken gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden verschärft. Die Ukraine sollte gegen den ehemaligen Vizepräsidenten und seinen Sohn Hunter Biden ermitteln. Vor Reportern im Garten des Weißen Hauses sagte er mit Blick auf die Ukraine: „Ich würde denken, wenn sie ehrlich wären, würden sie eine umfassende Untersuchung der Bidens einleiten.“

Trump fügte hinzu: „Und übrigens: China sollte ebenfalls eine Untersuchung der Bidens beginnen.“ Trump hatte die Bidens bereits wiederholt als korrupt bezeichnet.

Biden wies Trumps Angriffe scharf zurück. „Sie werden mich nicht zerstören“, sagte er am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt an Trump gerichtet. „Und Sie werden meine Familie nicht zerstören. Es ist mir egal, wie viel Geld Sie ausgeben, Herr Präsident, oder wie dreckig Ihre Angriffe werden.“

Die Demokraten werfen dem Republikaner Trump vor, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat am 25. Juli zu Ermittlungen gegen Biden gedrängt zu haben. Drei Ausschüsse im Repräsentantenhaus haben Untersuchungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump begonnen.

Bei dem Telefonat, wegen dessen Inhalt ein Whistleblower im Geheimdienst eine schriftliche Beschwerde eingelegt hatte, waren auch Außenminister Mike Pompeo sowie laut der „Washington Post“ ein wichtiger Berater von Vizepräsident Mike Pence dabei. Pence bestreitet bisher, von den Vorwürfen des Whistleblowers gewusst zu haben.

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