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Trump-Rede vor Vereinten Nationen : „Die Zukunft gehört nicht den Globalisten“

In der UN-Generaldebatte hat der US-Präsident gesagt, starke Nationen würden die Welt besser machen. „Alle Menschen werden glücklicher sein.“

U.S. President Donald Trump addresses the 74th session of the United Nations General Assembly at U.N. headquarters in New York City, New York, U.S., September 24, 2019. REUTERS/Carlo Allegri
U.S. President Donald Trump addresses the 74th session of the United Nations General Assembly at U.N. headquarters in New York...Foto: REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat vor der UN-Generalversammlung ein Plädoyer gegen die Globalisierung gehalten. „Wenn ihr Freiheit wollt, seid stolz auf eurer Land – wenn ihr Frieden wollt, liebt eure Nation“, sagte er in seiner Rede.

„Die Zukunft gehört nicht den Globalisten“, ergänzte er. „Die Zukunft gehört Patrioten“. Weise Regierungschefs stellten das Wohlergehen ihres eigenen Landes und ihrer eigenen Bevölkerung an erste Stelle.

Starke Nationen würden die Welt besser machen. „Wenn unsere Nationen besser sind, dann ist unsere Zukunft heller, alle Menschen werden glücklicher sein.“

Trump lobte die Entwicklung der USA während seiner Amtszeit, nannte unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung, die Arbeitslosenzahlen und den Ausbau des Militärs.

Die USA seien die militärisch mächtigste Nation auf der Welt, sagte Trump. Er hoffe, dass diese militärische Stärke nicht zum Einsatz kommen müsse.

Außenpolitischer Rundumschlag

Anschließend folgte ein Rundumschlag zu allen außenpolitischen Themen, mit denen sich der US-Präsident auseinandersetzt. Er machte erneut den Iran verantwortlich für die Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien. Zudem kündigte er weitere Sanktionen gegen die Regierung in Teheran an. Zudem lobte er seine diplomatischen Bemühungen, die koreanische Halbinsel atomwaffenfrei zu machen.

China warf Trump erneut unfaire Handelspraktiken vor. Als Präsident könne er es nicht akzeptieren, dass China sich auf Kosten der USA bereichere, sagte er am Dienstag. Er warf der Regierung in Peking unter anderem vor, die Handelsbeziehungen durch erhebliche Subventionen, eine Verletzung von Eigentumsrechten sowie den Diebstahl von Handelsgeheimnissen zu verzerren.

Die USA strebten unter ihm als Präsident „ausgeglichenen und fairen Handel“ an, sagte Trump. China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt könne bei den Handelsbeziehungen nicht die Vorteile eines Entwicklungslandes für sich geltend machen, so Trump.

Trump hat vor mehr als einem Jahr einen Handelskrieg mit Peking angezettelt, um ein umfassendes neues Handelsabkommen abzuschließen. „Ich werde keinen schlechten Deal für die Menschen in Amerika akzeptieren“, sagte er. Zudem forderte er, dass die Welthandelsorganisation WTO reformiert werde, damit China keine unfairen Handelspraktiken mehr möglich seien.

Trump kündigte erneut herausgehobene Handelsbeziehungen mit Großbritannien an, wenn diese die EU verließen. „Wir stehen bereit, um einen neuen großartigen Handelsvertrag zu schließen.“

„Illegale Migration ist unfair“

Besonders lange sprach der US-Präsident in seiner Rede über illegale Einwanderung. Sein Land werde alles tun, um diese zu stoppen. Sie sei auch schlecht für die Herkunftsländer, weil diese ihre junge Generation verlören. „Illegale Migration ist unfair.“

Zudem behauptete er, Aktivisten und Nichtregierungsorganisationen würden illegale Einwanderung unterstützen und das Geschäft der Schlepper befördern. Er sagte direkt an Aktivisten gerichtet, die sich für offene Grenzen einsetzen: „Eure Politik ist nicht gerecht, sie ist des Teufels.“ Deren Arbeit würde die Menschenrechte und die Menschenwürde unterminieren. (tsp/dpa)

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