• Während Corona-Schließung: Diebstahlserie im EU-Parlament – Laptops und andere Geräte entwendet

Während Corona-Schließung : Diebstahlserie im EU-Parlament – Laptops und andere Geräte entwendet

Während des Lockdowns sind Diebe mehrfach ins EU-Parlament eingebrochen. Auch der deutsche Abgeordnete Nico Semsrott ist betroffen.

Logo des Europaeischen Parlaments in Brüssel am Gebaeude Altiero Spinelli
Logo des Europaeischen Parlaments in Brüssel am Gebaeude Altiero SpinelliFoto: imago images/Michael Kneffel

Wegen der Corona-Pandemie sind viele Büros im EU-Parlament kaum besetzt - was sich als Sicherheitsmanko herausstellte: Während des weitgehenden Lockdowns hat es eine Serie von Diebstählen in Büros von Abgeordneten gegeben.

"Wegen rund fünfzig Fällen von Diebstählen in der Zeit der Ausgangssperre wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Parlamentskreisen.

Die Parlamentsverwaltung wollte sich im Detail nicht dazu äußern und verwies auf laufende Ermittlungen.

Der deutsche Abgeordnete Nico Semsrott (Die Partei) hatte zuvor in einem Youtube-Video angegeben, im Parlament bestohlen worden zu sein.

[Wenn Sie alle tagesaktuellen Entwicklungen live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können ]

Demnach hatten die Diebe wohl einen Schlüssel zu seinem Büro.

Eine abgeschlossene Schreibtischschublade sei aufgebrochen worden. Darin habe sich der Schlüssel zu einem Schrank befunden, aus dem zwei Laptops entwendet worden seien. Auch anderen Kollegen seien vor allem Elektrogeräte abhanden gekommen.

Nico Semsrott wirft Parlamentspräsident vor, nichts zu unternehmen

"Ich habe Parlamentspräsident (David) Sassoli vor sechs Wochen eine Mail geschrieben, er unternimmt nichts", klagte Semsrott auf Twitter. "Der Sicherheitsdienst ist informiert und die Untersuchung läuft", sagte ein Parlamentssprecher. "Vor deren Abschluss äußern sich die Dienste des Parlaments nicht."

Das EU-Parlament hatte wegen der Corona-Pandemie im März seinen Betrieb weitgehend heruntergefahren. Abgeordnete und Mitarbeiter waren dazu angehalten, nach Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten. (mlk / AFP)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!