Zuschussrente : Ursula von der Leyen im Kampf gegen die Altersarmut

Zum Start immerhin soll der Zugang erleichtert sein. Um Zuschussrentner zu werden, genügten fürs Erste 40 Versicherungsjahre, 30 Beitragsjahre und fünf Jahre zusätzlicher Vorsorge, hieß es in Regierungskreisen. Wegen der Berücksichtigung von Kindererziehung (bis zum zehnten Lebensjahr) und Pflege kämen wohl vor allem Frauen zum Zuge. Ihr Anteil werde etwa 75 Prozent betragen.

Es müsse einen Unterschied machen, ob jemand Beiträge gezahlt und fürs Alter vorgesorgt habe oder nicht, argumentiert man in der Regierung. Zudem wolle man auch Geringverdiener zu ergänzender Altersvorsorge motivieren. Bisher wurden etwa Riester-Renten bei der Grundsicherung voll angerechnet, die Alterseinkünfte der Betroffenen erhöhten sich dadurch um keinen Deut. Nutznießer der Privatvorsorge war folglich allein der Staat.

Auch bei den Erwerbsminderungsrenten soll es Verbesserungen geben. Die Zurechnungszeit soll – stufenweise und parallel zur Anhebung des Rentenalters auf 67 – so angehoben werden, dass Erwerbsgeminderte langfristig eine Rente bekommen, als hätten sie bis zum 62. Lebensjahr mit dem alten Einkommen weitergearbeitet. Bislang wurde der Rentenbemessung das 60. Lebensjahr zugrunde gelegt.

Zudem dürfen die Rentner künftig mehr dazuverdienen. Abschlagsfrei ist den Plänen zufolge künftig ein Zuverdienst, der zusammen mit der Rente das letzte Bruttogehalt nicht übersteigt. Bisher dürfen Rentner nur 400 Euro dazuverdienen, wenn sie keine Abschläge hinnehmen wollen.

Lesen Sie auf Seite drei: Die Kritik der Opposition. Die Zuschussrente als "Mogelpackung".

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