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Zuschussrente : Ursula von der Leyen im Kampf gegen die Altersarmut

Bei Opposition und Sozialverbänden stießen die Rentenpläne auf heftige Kritik . SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles nannte die Zuschussrente „eine Mogelpackung“. Die Ministerin vernachlässige ausgerechnet diejenigen mit dem höchsten Armutsrisiko: Menschen mit langer Arbeitslosigkeit und geringem Einkommen. Linken-Chef Klaus Ernst verlangte „eine echte Untergrenze gegen Altersarmut“. Keiner dürfe im Alter weniger als 850 Euro haben. Die Grünen sprachen von einer „Mini-Reform“, mit der das Problem der Altersarmut nicht zu lösen sei.

Auch der DGB kritisierte, dass der berechtigte Personenkreis „viel zu eng und falsch definiert“ sei. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, sagte, Leyens Kriterien würden nur von „wenigen Tausend Personen“ erfüllt. Die Vorschläge seien „eine reine Farce und in keiner Weise geeignet, das gewaltige Problem der auf uns zurollenden Altersarmut auch nur im Ansatz zu lösen“. Zudem dürften langjährig Versicherte „nicht auf Almosen verwiesen werden“. Das sei „eine Frage des Respekts vor der Lebensleistung eines Menschen“. Die vorgesehenen Bedarfsprüfungen führten die Rentenversicherung „als Pflichtversicherung ad absurdum“.

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