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Sport: Als Erste raus

Schüttler und Dorsch verloren in Wimbledon

Stand:

London - Rainer Schüttler hat seine Pleitenserie fortgesetzt und ist als erster der 16 deutschen Tennisprofis beim Rasenturnier in Wimbledon ausgeschieden. Wie im Vorjahr in London sowie vor vier Wochen bei den French Open und Anfang des Jahres in Australien musste sich der 30-Jährige gleich in der ersten Runde wieder verabschieden. Mit 6:7 (7:9), 6:4, 2:6, 1:6 unterlag er am Dienstag dem Kroaten Roko Karanusic, der sich als 163. der Weltrangliste durch die Qualifikation in das Hauptfeld des Grand-Slam- Turniers gekämpft hatte. Der Sieg gegen Schüttler war für den 23-Jährigen aus Zagreb der erste des Jahres auf der ATP-Tour und der erste bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt.

Anschließend scheiterte auch Qualifikant Benedikt Dorsch (Burghausen) bei seinem Debüt bei den All England Championships in Wimbledon bereits im Auftaktmatch. Der 25-Jährige unterlag dem Belgier Xavier Malisse 2:6, 5:7, 2:6. Dorsch bestritt in Wimbledon das erste Match seiner Karriere auf Tourniveau überhaupt. Für ihn war bereits die Qualifikation zum bedeutendsten Tennisturnier der Welt der größte Erfolg seiner Karriere.

Nach einem verregneten Eröffnungstag, an dem kein Spiel beendet werden konnte, standen am Dienstag insgesamt 96 Matches auf dem Programm. Dabei konnte Roger Federer mit seinem 42. Sieg auf Rasen in Folge den Rekord von Björn Borg aus den Jahren 1976 bis 1981 übertreffen. Federer bezwang den Franzosen Richard Gasquet 6:3, 6:2, 6:2.

Der verregnete Montag kommt den Organisatoren Wimbledons teuer zu stehen. Weil im Londoner Dauerregen weniger als eine Stunde gespielt werden konnte, bekommen die knapp 40 000 Zuschauer ihr Eintrittsgeld erstattet. Der Klub werde umgerechnet rund eineinhalb Millionen Euro zurückzahlen, hieß es am Dienstag in Wimbledon.

Für die kommenden Tage muss der All England Club allerdings keine weiteren Sonderausgaben befürchten. Das Wetter soll stabil bleiben, und die Temperaturen sollen von Tag zu Tag steigen. Am Wochenende wird sogar der heiße Sommer zurückerwartet mit Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke. Und die beste Nachricht vom Wetteramt in London lautet: Es soll nicht regnen.

In drei Jahren wird sich das Problem mit dem schlechten Wetter etwas verbessern. Dann kann Regen auch das traditionellste aller Turniere der Tennis-Welt nicht mehr komplett zum Stillstand bringen. Bis dahin wird ein millionenteures Dach über dem Center Court installiert sein, das je nach Wetterlage geöffnet oder geschlossen werden kann. Wenn der letzte Ball am 9. Juli dieses Jahres gespielt worden ist, rollen die Bagger an und beginnen mit dem umfangreichen Umbau des Center Courts. Endgültig fertig soll die neue Anlage zum Turnierbeginn der 123. All England Championships Ende Juni 2009 sein. dpa

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