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0:1 bei Eintracht Braunschweig : Der 1. FC Union erleidet einen Rückfall

Bei Eintracht Braunschweig zeigen die Berliner eine schwache Leistung und verlieren verdient mit 0:1. Damit verpasst es Union, den Rückstand auf den Relegationsrang zu verkürzen.

Braunschweig mit Onur Bulut war immer einen Schritt schneller am Ball als Union um Kristian Pedersen.
Braunschweig mit Onur Bulut war immer einen Schritt schneller am Ball als Union um Kristian Pedersen.Foto: Peter Steffen/dpa

André Hofschneider hat sich in seinen zweieinhalb Monaten auf der Bank des 1. FC Union nicht gerade als wechselfreudig präsentiert. Oft tauschte der Berliner Trainer sein Personal erst spät und nur ganz selten schöpfte er seine drei Wechselmöglichkeiten komplett aus. Beim 0:1 (0:1) gegen Eintracht Braunschweig hätte Hofschneider aber sicher nichts gegen ein größeres Kontingent gehabt, so schwach präsentierte sich sein Team vor 21.150 Zuschauern im Eintracht-Stadion in der ersten Halbzeit. Nach 34 Minuten erwischte es dann den gerade erst nach einer Muskelverletzung zurückgekehrten Stephan Fürstner, der durch Grischa Prömel ersetzt wurde.

Hofschneider hatte seine Startelf im Vergleich zum Sieg gegen Düsseldorf gezwungenermaßen auf zwei Positionen verändert. Für den gesperrten Kapitän Felix Kroos rückte Fürstner ins defensive Mittelfeld und der wiedergenesene Toni Leistner ersetzte den frisch erkrankten Marvin Friedrich in der Dreierkette. Union hatte die gesamte Woche mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Insgesamt acht Spieler meldeten sich zwischenzeitlich krank ab, bis auf Friedrich waren sie am Sonntag aber alle wieder fit. Selbst Christopher Trimmel, der bis Donnerstag überhaupt nicht trainieren konnte, stand etwas überraschend in der Startelf.

Auch nach dem Rückstand wachte Union lange Zeit nicht auf

Die Berliner wirkten in Braunschweig aber lange Zeit, als wären sie gerade erst aus dem Krankenbett gestiegen. „Wir haben schleppend begonnen und waren heute einfach zu schwach“, sagte Steven Skrzybski nach dem Spiel bei „Sky“. Von der ersten Minute bestimmten die Hausherren das Spiel, während Union kaum Zugriff bekam. Im Mittelfeld liefen die Gäste nur hinterher, die Stürmer hingen in der Luft und der Spielaufbau war gegen intelligent verschiebende Braunschweiger von zahlreichen Fehlern geprägt. In der 16. Minute rächte sich die lasche Herangehensweise. Vor dem Berliner Strafraum hatte Ken Reichel zu viel Zeit, bis sich ein Gegner in seine Richtung bewegte, und brachte die Eintracht mit einem platzierten Linksschuss aus 20 Metern in Führung. Dabei hätte Union gewarnt sein müssen vor dem Außenverteidiger. Reichel, in Berlin geboren und bei Tasmania groß geworden, erzielte schon beim Aufeinandertreffen in der vergangenen Saison zwei Tore und beendet damit den Aufstiegstraum der Köpenicker.

Auch nach dem Rückstand wachte Union aber nicht auf, sodass sich Hofschneider früh zum ersten Wechsel gezwungen sah. Bis zur Pause war Braunschweig weiter die gefährlichere Mannschaft. Zwar versuchten es die Berliner durch Distanzschüsse von Steven Skrzybski sowie Akaki Gogia immerhin mal und scheiterten in Person von Kristian Pedersen nach einer Ecke, die Eintracht war auf der anderen Seite aber zweimal ganz nah dran am 2:0. So wirkte der Halbzeitpfiff wie eine Erlösung für die konfusen Berliner.

Im zweiten Durchgang investierte Union mehr, kam durch einen Schlenzer von Simon Hedlund und einen schönen Volleyschuss aus der Drehung von Sebastian Polter aber nur zu zwei gefährlichen Abschlüssen. Braunschweig verteidigte diszipliniert und das reichte gegen schwache Berliner. Union verpasste es damit, den Rückstand auf den Relegationsrang auf drei Punkte zu verkürzen und wartet seit Mitte Oktober auf einen Auswärtssieg. (Tsp)

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