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0:2 gegen die Niederlande : Deutsche Hockey-Damen verlieren im EM-Finale

Gegen die Weltmeisterinnen ist das deutsche Team chancenlos. Damit wird die direkte Olympia-Qualifikation verpasst.

Jubel und Trauer nebeneinander. Die Niederländerinnen jubeln, während sich Viktoria Huse vom deutschen Team ärgert.
Jubel und Trauer nebeneinander. Die Niederländerinnen jubeln, während sich Viktoria Huse vom deutschen Team ärgert.Foto: Belga/imago

Die deutschen Hockey-Damen haben den Titel bei der EM in Antwerpen und die damit verbundene direkte Olympia-Qualifikation verpasst.

Der Weltranglistenfünfte unterlag am Sonntag im Endspiel dem Titelverteidiger Niederlande mit 0:2 (0:1). Die Herren beendeten ihr Turnier am Samstag nach einem 0:4 (0:1) im Spiel um Platz drei gegen die Niederlande als Vierter und bleiben damit auch im dritten Jahr in Serie unter Bundestrainer Stefan Kermas ohne Medaille. Somit müssen sich beide DHB-Teams nun in jeweils zwei Qualifikationsspielen Anfang November in Mönchengladbach behaupten, um das Ticket für Tokio 2020 zu lösen. 

Im Finale erarbeitete sich Pia Maertens (3.) früh die erste Strafecke, doch Nike Lorenz konnte den Schuss nichts aufs Tor bringen. Danach drängte der Weltmeister in einem zunehmend ruppigeren und körperbetonten Spiel auf den Führungstreffer. Diesen besorgte Kelly Jonker (12.) mit einem Stechertor.

Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger lauerte nun auf Konterchancen und wurde fast belohnt, doch Maertens (27.) konnte den Rebound nach einem Schuss von Hannah Gablac nicht verwerten. 

Der Titelverteidiger bestimmte die Begegnung auch im dritten Abschnitt, verpasste jedoch das 2:0, als Laurien Leurink (43.) am Pfosten scheiterte. Deutschland versuchte in der Schlussphase mit elf Feldspielerinnen den Ausgleich zu erzwingen, wurde aber nicht belohnt, stattdessen traf Lidewij Welten 40 Sekunden vor Schluss zum 2:0.  

„Wir sind mit dem Ergebnis der Damen zufrieden, mit dem der Herren hingegen können wir nicht zufrieden sein“, resümierte DHB-Leistungssportdirektor Heino Knuf und kündigte an: „Wir brauchen definitiv Veränderungen, dies muss aber keine Personalveränderung sein. Ich gehe davon aus, dass Stefan Kermas unser Trainer für Tokio ist, aber man muss natürlich die Analyse abwarten.“

Jedoch muss sich auch der Weltranglisten-Siebte sein Olympia-Ticket erst in Mönchengladbach erkämpfen. Den EM-Titel und die direkte Qualifikation sicherte sich Belgien durch ein 5:0 über Spanien.. (dpa)

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