1:0 gegen Dynamo Dresden : HSV siegt dank Lewis Holtby spät

Zweitliga-Tabellenführer Hamburger SV zeigt gegen Dresden kein gutes Spiel, gewinnt am Ende aber dennoch. Die Gäste schießen einen kapitalen Bock.

Zu spät dran. Gegen Holtbys Schuss ist jeder Dresdner Spieler machtlos.
Zu spät dran. Gegen Holtbys Schuss ist jeder Dresdner Spieler machtlos.Foto: Christian Charisius/dpa

Der Hamburger SV wahrt die Distanz zum Aufstiegsfavoriten 1. FC Köln und liegt nach dem 1:0 (0:0) über Dynamo Dresden weiterhin mit vier Punkten an der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga. Den schwer erkämpften Sieg der Hamburger am Montagabend vor 46 927 Zuschauern im Volksparkstadion schoss Kapitän Lewis Holtby (84. Minute) heraus. Es war für den Bundesliga-Absteiger das siebte Heimspiel in Serie ohne Niederlage. Die Dresdner kassierten die fünfte Niederlage in den jüngsten sechs Spielen

Mit dem nach Verletzungspause zurückgekehrten Torjäger Pierre-Michel Lasogga, aber zunächst ohne Jungtalent Jann-Fiete Arp, hatten die Hamburger wieder mehr gefährliche Szenen. Aber ihr Aufbauspiel war nicht spritzig und präzise genug gegen die aufmerksame Fünfer-Abwehrkette der Dresdner. Bakery Jatta und Khaled Narey mühten sich auf den Flügeln, tauschten sogar ihre Positionen, kamen aber gegen die massive Dynamo-Abwehr nicht entscheidend zum Zug und liefen mehrmals ins Abseits.

Dresden ohne Cheftrainer Walpurgis

Die Sachsen mussten ohne ihren Cheftrainer auskommen. Maik Walpurgis war wegen einer akuten Bronchitis zu Hause geblieben. Für ihn übernahm Co-Trainer Ovid Hajou das Kommando, war aber stets über Funk mit seinem Chef in Kontakt.

Bejubelt von 8000 Dresdner Fans, die in der Anfangsphase ein Lichtermeer an bengalischen Feuern abbrannten, kamen die flinken Dresdner in wenigen Zügen immer wieder gefährlich vor das HSV-Tor. Die größte Möglichkeit vergab Moussa Koné, der mit einem unwiderstehlichen Sprint HSV-Verteidiger David Bates davonlief, aber an Torhüter Julian Pollersbeck scheiterte (52.).

Mehr Torchancen hatten jedoch die Gastgeber. In der zweiten Halbzeit erhöhten die dominanten Platzherren den Druck, konnten sich zunächst aber nicht durchsetzen. Holtby nutzte jedoch einen Patzer von Torhüter Markus Schubert nach unmotiviertem Zuspiel des eigenen Verteidigers Linus Wahlqvist und schoss aus Nahdistanz zum Sieg ein. (dpa)

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