1:1 im Duell der Aufsteiger : Füllkrug erlöst Hannover 96

Gut war vieles nicht, aber immerhin zeigt Hannover 96 kämpferische Qualitäten beim 1:1 gegen den VfB Stuttgart.

Schwäbisch-niedersächsiches Duell. Hannovers Waldemar Anton (r) spielt gegen Stuttgarts Berkay Özcan.
Schwäbisch-niedersächsiches Duell. Hannovers Waldemar Anton (r) spielt gegen Stuttgarts Berkay Özcan.Foto: Foto: Swen Pförtner/dpa

Der VfB Stuttgart hat den ersten Auswärtspunkt geholt - und einen möglichen Sieg verschenkt. Im Aufsteiger-Duell bei Hannover 96 kam der schwäbische Fußball-Bundesligist am Freitagabend trotz langer Führung nur zu einem 1:1 (1:0). Hannover bleibt dank des Ausgleichs von Niclas Füllkrug (76./Foulelfmeter) in der Tabelle zwei Punkte vor dem VfB. Zum Auftakt des 13. Spieltages der Fußball-Bundesliga hatte Takuma Asano (24.) vor 43 500 Zuschauern die VfB-Führung erzielt.
Die Stuttgarter zeigten anfangs das mutigere Spiel. Beide Teams starteten in einer 3:4:3-Aufstellung, doch der VfB setzte diese Taktik in der ersten Hälfte mit mehr Schwung, aggressiverem Stören und mehr Ballsicherheit um. Die bisher so auswärtsschwachen Gäste hatten mehr Ballbesitz und gingen verdient in Führung. Aber Hannover wurde nach der Pause stärker, während der VfB abbaute.  96 hätte fast schon durch Salif Sané (62.) den Ausgleich erzielt, doch der Ball klatschte an den Pfosten. 
Einen wechselhaften Abend erlebte Ron-Robert Zieler bei seiner Rückkehr nach Hannover. Der ehemalige Nationalkeeper im Tor der Stuttgarter, der vor seinem England-Abstecher 185 Spiele für Hannover absolviert hatte, musste in der zweiten Hälfte immer öfter eingreifen - und blieb bei Füllkrugs Treffer ohne Chance.

Zielers Gegenüber Philipp Tschauner hatte bei seiner Rückkehr ins 96-Tor mehr zu tun und ermöglichte den Stuttgartern mit einem Patzer das 1:0. Der beim 0:4 in Bremen krank fehlende Keeper lenkte einen nicht sonderlich harten Fernschuss von VfB-Kapitän Christian Genter direkt vor die Füße von Asano - und der Japaner musste nur noch einschieben.

Manager Horst Heldt will wohl nach Köln - Kind will das aber nicht

Trotz des Fehlens von Daniel Ginczek und Chadrac Akolo war der VfB-Angiff in der ersten Halbzeit gefährlicher als die 96-Offensive. Vor allem Asano stellten die 96-Defensive zunächst vor einige Probleme, war im richtigen Moment mit seinem Abstauber zur Stelle. Später baute er allerdings ab.
Im ebenfalls wegen Verletzungen umgestellten 96-Sturm agierte Martin Harnik dagegen unglücklich. Der ehemalige Stuttgarter, der für den verletzten Brasilianer Jonathas als Mittelstürmer auflief, vergab in 7. Minute die größte Chance, als er sich den Ball nach Pass von Felix Klaus per Hackentrick selbst ans Bein schoss. Zur Halbzeit ersetzte Niclas Füllkrug den Österreicher und blieb beim Strafstoß - nach Foul von Pavard an Ostrzolek - eiskalt.
Unruhe gab es vor dem Spiel in Hannover wegen des möglichen Wechsels von Manager Horst Heldt zum 1. FC Köln. „Er hat mich über das Interesse des FC informiert und angedeutet, dass er gerne mit ihnen sprechen würde“, sagte Klubchef Martin Kind am Freitagabend bei Eurosport. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist will den Sportdirektor allerdings nicht abgeben. (dpa)

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