14. Bundesliga-Spieltag : Ist Manuel Neuer der schlechteste Torwart der Welt?

Wer träumt? Wer zittert? Wer ist alt? Wer ist älter? Und Effe – was macht der eigentlich? Fragen und Antworten zum Bundesliga-Spieltag.

Angst im Nacken. Manuel Neuer hat derzeit die schlechteste Quote.
Angst im Nacken. Manuel Neuer hat derzeit die schlechteste Quote.Foto: Imago

Wie werden Schalker Träume wahr?

Der FC Schalke ist Tabellenzwölfter, hat nur vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge – und jetzt kommt auch noch der ungeschlagene Spitzenreiter Borussia Dortmund zu Besuch. Angst? Fieberschübe? Zitteranfälle? Von wegen! Für das Revierderby kann es laut Manager Christian Heidel nur ein Ziel geben: „Wir wollen mit allen Mitteln versuchen, Dortmund die erste Niederlage beizubringen. Ich glaube, bei einem solchen Spiel spielt die Tabelle keine Rolle.“ Es gibt eine todsichere Methode, wie sich dieses Ziel verwirklichen lässt. Die Schalker müssen am Samstag einfach das erste Tor schießen. Immer wenn ihnen das in dieser Saison gelungen ist, haben sie das Spiel anschließend auch gewonnen.

Wer zittert schon?

In Freiburg geht die Angst um. Der böse Timo kommt. Verglichen mit ihm ist Knecht Rupprecht ein barmherziger Samariter. Timo heißt mit Nachnamen Werner, stürmt für Rasenballsport Leipzig und ist so etwas wie die personifizierte Heimsuchung des SC Freiburg. In acht Duellen mit den Freiburgern hat Timo Werner (Foto) neun Tore erzielt. Sollte er auch am Samstag wieder treffen, wäre das vermutlich doppelt bitter: weil Werner es in dieser Saison nicht unter zwei Toren macht. In vier Spielen hat er für die Leipziger getroffen – jedes Mal doppelt.

Wer macht den Altersschnitt kaputt?

Alter schützt vor Leistung nicht. In Bremen kommt es an diesem Freitag zum Seniorentreffen. Auf der einen Seite – bei Werder – der älteste Spieler der Bundesliga; auf der anderen – bei Fortuna Düsseldorf – der älteste Trainer. Hier Claudio Pizarro, 40 Jahre alt, 457 Bundesligaspiele, da Friedhelm Funkel, bald 65, 470 Bundesligaspiele als Trainer. Kurz nach dessen Debüt in der Bundesliga als Spieler hat Fortuna übrigens zum letzten Mal in Bremen gewonnen. Claudia Pizarro war da noch nicht mal geboren.

Wo gibt es ein Schützenfest?

Möglicherweise da, wo die Torhüter mit den schlechtesten Fangquoten aufeinander treffen. Den zweitschlechtesten Wert hat Fabian Bredlow. Der Torhüter des 1. FC Nürnberg pariert nur exakt jeden zweiten Ball, der auf sein Tor kommt. Unterboten wird er noch von einem gewissen Manuel Neuer. Dessen Quote an abgewehrten Torschüssen liegt bei 47,1 Prozent. Man könnte auch sagen: Jeder Schuss ein Treffer. Es spricht also einiges dafür, dass die schwarze Serie des Clubs bei den Bayern zu Ende geht. Zuletzt sind die Nürnberger in München vier Mal hintereinander ohne Treffer geblieben. Sie müssen einfach nur einen Ball auf das Tor von Neuer bekommen.

Und sonst?

Weil er nach seinem eher suboptimalen Auftritt als Trainer beim SC Paderborn keinen Platz auf der Bank mehr findet, heuert Stefan Effenberg, gelernter Postbote, jetzt bei einer Bank an. Der frühere Nationalspieler zählt künftig zum „Firmenkunden-Kompetenzteam Fußball“ der Volks- und Raiffeisenbank Bad Salzungen Schmalkalden. Mit Geld kennt sich Effenberg ja ganz gut aus.

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