2. Bundesliga-Spieltag : Freiburg und Leverkusen ziehen mit dem BVB gleich

Leverkusen spielt Düsseldorf an die Wand, Hoffenheim dreht einen Rückstand gegen Werder und Freiburg siegt in Paderborn. Die Berichte zum 2. Spieltag.

Ein Bild mit Symbolwert. Düsseldorfs Lewis Baker (am Boden) im Duell mit dem Leverkusener Kerem Demirbay.
Ein Bild mit Symbolwert. Düsseldorfs Lewis Baker (am Boden) im Duell mit dem Leverkusener Kerem Demirbay.Foto: dpa

Bayer Leverkusen liebt und lebt den Offensivfußball, Mönchengladbach praktiziert dies spät, Werder reicht ein treffsicherer Füllkrug nicht und Paderborn stürmt – manchmal auch ins Verderben. Die Berichte zum 2. Bundesliga-Spieltag:

Fortuna Düsseldorf – Bayer Leverkusen 1:3
Wer Lust auf Tore hat, der sollte sich Spiele von Mannschaften ansehen, die von Peter Bosz trainiert werden. Der Holländer meint es gut mit den Fans, denn er liebt den Offensivfußball. Er nimmt für den Sturm und Drang gerne Gegentore in Kauf. Aktuell trainiert er Bayer Leverkusen. Und sein Team legte dann auch am Samstag bei Fortuna Düsseldorf furios los. Zur Halbzeit führte Bayer bereits mit 3:0. Düsseldorfs Lewis Baker hatte ins eigene Tor getroffen, Charles Aranguiz und Karim Bellarabi legten nach. Das Spiel war im Grunde entschieden. Aber im Fußball ist bekanntlich vieles möglich. Nicht für Fortuna am Samstag, auch wenn die Düsseldorfer durch das späte Tor durch Alfredo Morales noch verkürzten.

1. FSV Mainz 05 – Mönchengladbach 1:3
Offensivfußball wird zu Recht auch mit Borussia Mönchengladbach assoziiert. Deswegen war der erste Auftritt des Teams in dieser Bundesligasaison in der vergangenen Woche gegen den FC Schalke 04 leicht verstörend. Das Spiel endete 0:0. Auch an diesem Samstag tat sich Gladbach schwer. Die Mainzer gewannen gefühlt jeden Zweikampf und gingen daher verdient durch Robin Quaison in Führung. Stefan Lainers Abstauber zum Ausgleich kam aus dem Nichts. Die zweiten 45 Minuten waren ähnlich zäh wie die ersten. Beide Trainer wechselten. Unter anderem sollte Angreifer Breel Embolo für mehr Gefahr bei den Gästen sorgen. Und das klappte ganz vorzüglich. Zunächst traf Alassane Plea und zehn Minuten vor Schluss auch noch Breel Embolo zum 3:1-Auswärtssieg.

TSG Hoffenheim – Werder Bremen 3:2
Nach vielen Toren roch auch die Partie zwischen der TSG Hoffenheim und Werder Bremen. Das Dumme war nur: In Sinsheim passiert lange nicht viel. Vor allem die Gastgeber brachten nach vorne nichts zustande. Dabei werden sie seit dieser Spielzeit auch von einem offensivfreudigen Holländer trainiert: Alfred Schreuder. Das erste Tor erzielten aber die Bremer. Mittelstürmer Niclas Füllkrug legte kurz vor der Halbzeit all seine 81 Kilogramm in seinen Kopfball zur Führung. Spielerisch lief auch danach nicht besonders viel zusammen. Und wie das manchmal so ist im Fußball: ein Standard musste helfen. Hoffenheims Ermin Bicakcic sprang am höchsten und glich aus. Bremen reagierte mit wütenden Gegenangriffen – und kassierte doch fünf Minuten später das 1:2. Ihlas Bebou knallte den Ball aus rund zehn Metern ins Tor. Pavlenka war mit den Patschen dran. Aber der Torwart konnte froh sein, dass er sie sich bei der versuchten Rettungsaktion nicht brach. Werder drängte nach der Pause auf den Ausgleich, erzielte ihn schließlich durch Yuya Osako. Aber das reichte nicht für die Bremer. Pavel Kaderabek köpfte kurz vor Schluss zum 3:2 für Hoffenheim ein.

SC Paderborn – SC Freiburg 1:3
Trotz der 2:3-Niederlage in der Vorwoche gegen Leverkusen waren die Paderborner in der Vorwoche auch ein klein bisschen Sieger. Der Aufsteiger hatte sich nicht wie die Maus vor der Schlange versteckt, sondern mutig die Flucht nach vorn gesucht. Das taten sie auch am Samstag im Heimspiel gegen den SC Freiburg. Es waren gerade einmal drei Minuten gespielt, als Streli Mamba seinem Gegenspieler davonsprintete und zur Führung einschoss. Auch im Anschluss waren die Paderborner schneller, mit den Füßen wie mit den Gedanken. Doch dann hatte der Gastgeber Pech. Nach einem sehr umstrittenen Handspiel traf Luca Waldschmidt per Elfmeter zum 1:1. Fünf Minuten vor der Halbzeit erzielte gar Freiburgs Stürmer Nils Petersen das 2:1. In der Nachspielzeit machte Chang-Hoon Kwon schließlich alles klar. (Tsp)

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar