3:1-Sieg gegen Düsseldorf : Die Eisbären beenden ihre Negativserie

Es dauert bis zum Schlussabschnitt, ehe die Eisbären in Fahrt kommen. Dann drehen sie einen Rückstand und siegen nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wieder.

Jörg Leopold
Drunter und drüber: James Sheppard traf gegen Düsseldorf doppelt.
Drunter und drüber: James Sheppard traf gegen Düsseldorf doppelt.Foto: Imago

Charlie Jahnke musste schmunzeln. Auf dem Videowürfel der Arena am Ostbahnhof liefen ein paar Szenen aus seiner Zeit bei den Eisbären, so wie das bei den Berlinern öfter mal gemacht wird, wenn ein früherer Spieler des Klubs erstmals mit seinem neuen Arbeitgeber vorbeischaut. Allerdings stimmte das Timing für den Einspieler gar nicht: die dafür vorgesehene Werbepause hatte noch gar nicht begonnen.

Irgendwie passte das aber doch, denn auf dem Eis wirkten die Berliner zu Beginn des Spiels noch ziemlich durch den Wind. Am Ende hieß es im Duell mit der Düsseldorfer EG vor 10 126 Zuschauern aber 3:1 (0:1, 0:0, 3:0) – und Jahnke wurde anschließend sogar von den Eisbären-Anhängern gefeiert. Wenn auch nicht per Bewegtbild, sondern auf einer Ehrenrunde. So ist das, wenn die Heimmannschaft die Fans letztlich doch beglückt.

Mit wirklich breiter Brust waren beide Teams zweieinhalb Stunden vorher nicht ins Spiel gegangen. Die Eisbären hatten zuletzt dreimal in Folge verloren, Düsseldorf schaffte in den vergangenen zehn Partien nur noch drei Siege und tat sich insbesondere mit dem Toreschießen schwer.

Nach gerade einmal 61 Sekunden zeigten die Gäste allerdings, dass sie schon noch wissen, wie man den Puck ins Netz befördert. Luke Adam schloss einen Konter gekonnt mit einem Rückhandschlenzer ab. Sebastian Dahm war dabei machtlos. Der Goalie der Berliner hatte anschließend allerdings ein paar Wackler, das Torwart-Thema dürfte die Eisbären auch in den kommenden Wochen beschäftigen. Erstaunlicherweise tat das die DEG am Donnerstagabend nach der guten Anfangsphase kaum noch. Die Gäste zogen sich mehr und mehr zurück und starteten einen lang angelegten Verwaltungsakt.

Im zweiten Drittel wurden die Eisbären besser, ohne wirklich zwingend zu werden. Aber da war ja noch die Hoffnung auf ein ähnlich furioses Drittel wie am vergangenen Freitag daheim gegen Köln, als aus einem 1:4 binnen Minuten ein 4:4 gemacht wurde.

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Und im Schlussabschnitt dauerte es auch nicht lange, bis James Sheppard die Scheibe zum 1:1 in die Maschen wuchtete. Weil der Kanadier nun wusste, wie es geht, legte er wenig später nach. In Überzahl staubte er zum 2:1 ab. Das Spiel war gedreht und mit dem 3:1 von Maxim Lapierre entschieden.

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