32. Spieltag in der Bundesliga : Bayern und Wolfsburg siegen, Remis für Gladbach

Hannover und Nürnberg steigen trotz ihrer Niederlagen nicht vorzeitig ab. Hoffenheim verschenkt den Sieg.

Ich war's: Franck Ribery trifft und siegt mit den Bayern.
Ich war's: Franck Ribery trifft und siegt mit den Bayern.Foto: Matthias Balk/dpa

Bayern München – Hannover 96 3:1

Hannover reiste mit einer kleinen Serie nach München: zwei Spiele hintereinander ohne Niederlage. Das hatte es unter Trainer Thomas Doll noch nicht gegeben. Immerhin fast eine halbe Stunde hielt Hannover dann ein torloses Unentschieden bei den Bayern. Vor allem dank Torwart Michael Esser. Danach traf Robert Lewandowski – und Hannover war abgestiegen. Das galt auch nach dem zweiten Münchner Tor durch Leon Goeretzka. Anschließend holte einer Hannover zurück in die Liga, der fast 570 Kilometer entfernt einen Treffer erzielte: Vedad Ibisevic, für Hertha gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten VfB Stuttgart. Da der VfB bei Hertha weitere Tore kassierte, bleibt Hannover zumindest rechnerisch im Spiel namens Klassenerhalt.

In München schöpften sie nach der Pause sogar ein wenig Hoffnung, die Lage in der Tabelle verbessern zu können. Vorausgegangen waren Diskussionen um das ewige Thema: Handelfmeter oder nicht? Ja, entschied Schiedsrichter Christian Dingert nach dem Studium der Videobilder. Jonathas traf für Hannover, rüpelte gegen Torwart Sven Ulreich und sah Gelb. Wenige später sah er wieder Gelb und musste vom Platz. Unterzahl, Rückstand, das sind nicht die Zutaten, um in München etwas zu reißen. So kam es. Das Spiel entschied Franck Ribéry.

VfL Wolfsburg – 1. FC Nürnberg 2:0

Irgendwie lief das Spiel für Nürnberg in die falsche Richtung. Und zwar wörtlich. Ein Abstoß von Torwart Christian Mathenia flog bis zur Mittellinie. Von da gelangte der Ball über einen Rückpass zurück zu Sebastian Kerk in der eigenen Hälfte. Der wollte ihn wieder zu Mathenia passen. Doch das Abspiel missglückte völlig. Admir Mehmedi erreichte den Ball vor Mathenia und spitzelte ihn zu Felix Klaus, der die Führung für Wolfsburg erzielte. Das Zustandekommen des Treffers war für Nürnberg bitter genug. Dazu kam, dass die Gäste bis dahin ein gutes Spiel gemacht hatten. Als Marcel Tisserand in der zweiten Halbzeit nachlegte, war klar, dass Nürnberg die Stuttgarter Punktlosigkeit im Abstiegskampf nicht würde nutzen können. Allerdings ist der Club wegen der Niederlage des VfB auch noch nicht abgestiegen.

Der Held des Bundesliga-Spieltags
34. Spieltag: HEIDI KLUM: Für das letzte Saisonspiel bekam der FC Bayern prominente Unterstützung. Topmodel Heidi Klum und ihr Freund, der Sänger Bill Kaulitz, waren zu Gast im Stadion. Kaulitz brachte sogar seine ganze Band „Tokio Hotel“ zu dem romantischen Ausflug in die Fankurve mit. Vor Spielbeginn durfte Klum ein kleines Fotoshooting neben der Eckfahne machen – natürlich im Trikot der Bayern. Klum hat die lange Reise nach Deutschland aber nicht nur wegen des Spiels auf sich genommen. Am Donnerstag findet das Finale ihrer Castingshow „Germany’s Next Topmodel“ statt. Ob Mats Hummels, Robert Lewandowski dort zum Gegenbesuch aufschlagen, ist noch unklar.Weitere Bilder anzeigen
1 von 32Text: Laurenz Schreiner, Foto: Reuters
18.05.2019 19:3034. Spieltag: HEIDI KLUM: Für das letzte Saisonspiel bekam der FC Bayern prominente Unterstützung. Topmodel Heidi Klum und ihr...

Mönchengladbach – TSG Hoffenheim 2:2

Beide Trainer hören am Saisonende bei ihrem Verein auf. Gladbachs Dieter Hecking unfreiwillig, Hoffenheims Julian Nagelsmann aus eigenem Antrieb. Er wechselt zu RB Leipzig. In den vergangenen Wochen deutete einiges darauf hin, dass Nagelsmann und sein Team einen besseren Abschied hinkriegen als Mönchengladbach, das von den zurückliegenden elf Spielen nur zwei gewonnen hatte. Der Eindruck setzte sich zunächst fort. In Zahlen: 16 Torschüsse für Hoffenheim bis zur Pause, einer für Gladbach. Das beste aus Sicht der Gastgeber war, dass die TSG aus der Überlegenheit nicht mehr machte als das Tor von Pavel Kaderabek. Die Zuschauer gewannen diesem Aspekt wenig ab, sie pfiffen ihre Mannschaft aus. Später glich Gladbach durch Matthias Ginter tatsächlich aus. Nachdem die Hoffenheimer auch in der zweiten Hälfte viele Gelegenheiten ausgelassen hatte. Die einfachen Bälle verwerteten sie nicht, dafür einen schweren: Nadiem Amiri jagte die Kugel aus 17 Metern volley ins Netz. Doch auch das reichte nicht, weil Josip Drmic für Heckings Mannschaft traf. (Tsp)

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