4:3 gegen Iserlohn : Eisbären Berlin gewinnen mit Mühe und Not

Im Heimspiel gegen die kriselnden Iserlohn Roosters brauchen die Berliner beim 4:3-Sieg das Penaltyschießen, um zumindest zwei Punkte zu holen.

Im Vorjahr spielte Jens Baxmann (r.) noch mit den Eisbären gegen Iserlohn.
Im Vorjahr spielte Jens Baxmann (r.) noch mit den Eisbären gegen Iserlohn.Foto: imago/Michael Hundt, Matthias Koch

Sechs von sieben Heimspielen hatten die Eisbären zuletzt in der Deutschen Eishockey-Liga verloren. So eine Bilanz geht ans Selbstbewusstsein und kann schon mal mental blockieren. Kein Wunder also, dass sich die Berliner am Freitag vor 9791 Zuschauern sehr schwer taten gegen einen Gegner wie die Iserlohn Roosters, die es in dieser Saison kaum bis in die Play-offs schaffen werden. Mit Mühe und Not rangen die Eisbären schließlich den Gegner nieder und siegten 4:3 (1:1, 2:2, 0:0/1:0) nach Penaltyschießen. Jamie MacQueen erzielte den Siegtreffer.

Neunter gegen Tabellenzwölften hieß es am Mittwoch in der Arena am Ostbahnhof. Erwartungen auf eine hochklassige Darbietung auf dem Eis verboten sich angesichts dieser Konstellation quasi von selbst. Zumal bei den Gästen wirklich eine mächtige Krise tobt. Vor dem Spiel in Berlin hatten die Roosters acht Mal in Serie verloren, der letzte Sieg wurde in Iserlohn am 7. Dezember 2018 gefeiert – beim 3:2 gegen die Eisbären. Das Manager Karsten Mende nach einem Schlaganfall zudem im Krankenhaus weilt, trübte die Stimmung zusätzlich. Eine bittere Zeit ist das in Iserlohn.

Aber die Spieler aus dem Sauerland wirkten in Berlin doch sehr entschlossen und bestimmten lange Zeit sogar das Spiel, während sich die Eisbären in eigener Halle aufs Kontern verlegten. Trainer Stéphane Richer hatte etwas umgestellt, operierte zum Teil nur mit drei Sturmreihen und wechselte bunt durcheinander – wohl auch aus der Not. Denn Angreifer Florian Busch fehlt wegen einer Grippe. Aber auf der Torwartposition hatte Richer mit Absicht mal Schwung ins Spiel gebracht und Kevin Poulin auf der Bank gelassen. Maximilian Franzreb bekam anstelle des Kanadiers eine Chance.

Franzreb spielte solide, was in einem chaotischen Spiel nicht ganz so einfach war. Die Eisbären gingen zwar durch Louis-Marc Aubry in Führung, kassierten aber sofort den Ausgleich. Im zweiten Drittel ging es so weiter: Jonas Müller traf zum 2:1, Iserlohn glich aus und ging dann sogar durch Justin Florek in Führung – bevor dann Micki DuPont das 3:3 schoss. Eisbären-Verteidiger Jens Baxmann sagte nach dem zweiten Drittel: „Wir haben leichtfertig Tore hergegeben.“ Ähnliches ließ sich auch den Iserlohnern attestieren. Es war ein holpriges Spielchen, in dem dann schließlich das Penaltyschießen entscheiden musste und in der sich die Eisbären dank Jamie MacQueen wenigstens noch einen zweiten Punkt sichern konnten.

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