90:87-Sieg in Bonn : Alba Berlin zeigt Zähne

Die Berliner tun sich in Bonn lange schwer, spielen dann aber ihre Überlegenheit aus und beißen sich zum nächsten Sieg in der Basketball-Bundesliga.

Grund zum Jubeln: Alba Berlin siegt auch gegen Bonn.
Grund zum Jubeln: Alba Berlin siegt auch gegen Bonn.Foto: Andreas Gora/dpa

Natürlich gab es am Dienstagabend erst einmal ein paar weiße Zähne zu sehen, umrahmt von einigen Mundwinkeln, die sich zielsicher in Richtung Ohren bewegten. Vor Alba Berlins Auswärtsspiel in Bonn war großes Wiedersehen angesagt, und umso herzlicher fiel die Begrüßung aus, als die Berliner zum ersten Mal seit dem vergangenen Sommer wieder auf die ehemaligen Kollegen Thomas Päch und Joshiko Saibou trafen.

Nach 40 Minuten weitaus zahnloserem Bundesliga-Basketball gab es für den früheren Berliner Assistenztrainer Päch, jetzt Cheftrainer in Bonn, sowie den früheren Berliner Aufbauspieler Saibou, jetzt Spielmacher in Bonn, allerdings wenig zu lachen. Alba setzte sich vor 4560 Fans trotz einiger Startprobleme am Ende noch mit 90:87 (18:24, 17:17, 29:21, 26:25) gegen ihr Team durch und sicherte sich somit den Anschluss an die Tabellenspitze.

Die nächsten Spiele von Alba Berlin

  • Donnerstag, 28.11.: Zalgiris Kaunas (H – Euroleague)
  • Freitag, 06.12.: Fenerbahce Istanbul (A – Euroleague)
  • Sonntag, 08.12.: Bayreuth (A – BBL)
  • Donnerstag, 12.12.: Khimki Moskau (A – Euroleague)
  • Sonntag, 15.12.: Mitteldeutscher BC (H – Pokal)

Wo Zähne im Spiel sind, ist in der Regel auch viel Biss zu erwarten, doch davon gab es lange Zeit nur wenig zu sehen. 25 Ballverluste leisteten sich beide Teams bereits in der ersten Halbzeit. Eine Ungenauigkeit überbot die nächste, das Spiel gestaltete sich ziemlich fahrig.

Zähne zeigte bei Alba zumindest Spielmacher Peyton Siva, der erstmals nach seiner Oberschenkelverletzung wieder bei den Berlinern auf dem Parkett stand. Doch auch sein Auftritt änderte wenig am Spielverlauf. Ebenso wenig verzahnt wirkte das Zusammenspiel der Berliner mit dem zuletzt verpflichteten Center Bogdan Radosavljevic. So hielt Marcus Eriksson Alba mit seinen Wurfqualitäten im Spiel, ehe auch ihn das Glück verließ und er drei Dreier in Serie danebensetzte. Am Ende wurde er jedoch mit 24 Punkten Albas Topscorer.

Das Spiel blieb in der ersten Hälfte eng, ehe sich die Bonner mit zwei kleinen Läufen zu beiden Viertelenden jeweils leicht absetzten. Dann waren es die Berliner, die einen Zahn zulegten und sich mit einem 8:0-Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit die Führung eroberten.

Alba Berlin zieht Bonn den Zahn

Vor allem unter dem Korb zeigten die Bonner viel Respekt vor Albas Center Landry Nnoko. Die entstehenden Räume machte sich Alba zunutze und setzte sich auf bis zu sieben Punkte ab ehe Bonn erneut vor der Viertelsirene zuschlug und Branden Frazier einen Notwurf von der Mittellinie zum 62:64 in den Korb schleuderte.

Im letzten Spielabschnitt zog Alba den Bonnern dann jedoch den Zahn. Während Bonn weiterhin munter die Bälle wegschmiss, spielten die Berliner ihre Überlegenheit aus. Besonders Kapitän Niels Giffey übernahm jetzt Verantwortung. Ein selbstbewusstes Grinsen huschte durch sein Gesicht, als er mit seinem Dreier zum 86:77 alles klarmachte. Wer zuletzt lacht, lacht eben am besten. (Tsp)

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