• Adbell-Toddington-Rennen: Traditionsveranstaltungen auf der Trabrennbahn Mariendorf

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Sport : Adbell-Toddington-Rennen: Traditionsveranstaltungen auf der Trabrennbahn Mariendorf

Carsten John

Die Trabrennbahn Mariendorf steht am Wochenende mit Traditionsveranstaltungen im Blickpunkt der Pferdefreunde. Heute treffen 20 Traber aus acht Ländern im mit 210 000 Mark dotierten Matadoren-Rennen aufeinander, morgen findet in Mariendorf das 77. Adbell-Toddington-Rennen statt, bei dem 60 000 Mark unter den Besten verteilt werden.

Die Liste der Starter beim Matadoren-Rennen kann sich sehen lassen. Vor einem Jahr wollte Heinz Wewering den erstmals 1888 veranstalteten Berliner Klassiker mit Luke it Linsay gewinnen, wurde aber von Thomas Panschow und General November, der mit 1:12,1 Minuten Bahnrekord trabte, abgefangen. General November ging Ende der letzten Saison in wohlverdiente "Rente", und Nuke it Linsay unternimmt einen neuen Anlauf in der 2000er-Auflage des Matadoren-Rennens. Die in Kanada geborene und für norddeutsche Farben laufende Stute, die schon über 1,5 Millionen Mark eintrabte, muss sich wie alle anderen Konkurrenten erst über einen Vorlauf qualifizieren. Dabei trifft sie gleich auf Peter Strooper und Shellcracker - das holländische Gespann wurde im Vorjahr Dritter.

Im Feld befinden sich auch der italienische Hengst Uxer LB, der für den deutschen Championstall November läuft und vom letzten Matadoren-Triumphator Panschow gesteuert wird. Sehr zu beachten sind die schwedischen Gäste Good as Gold mit Mats Ranlund sowie Cooltrain mit Börje Johansson im Sulky. Gespannt darf man auch auf Oolong sein, die im Vorjahr zur besten US-Stute avancierte und nun für den bayerischen Stall Black Jack läuft, der mit großen Investitionen derzeit für Aufmerksamkeit in der Traberszene sorgt. Trainer Jochen Haide bringt mit dem vierjährigen Buzz Saw noch einen US-Amerikaner mit, der bereits als Jährling die "Kleinigkeit" von 380 000 Dollar gekostet hat und in Mariendorf für Furore sorgen könnte. Das Matadoren-Finale soll heute gegen 17.40 Uhr stattfinden.

Das Adbell-Toddington-Rennen am Sonntag erinnert an ein Pferd, das 1913 das Blaue Band gewann. Von Bruno Cassirer aus den USA importiert, setzte der Hengst Adbell Toddington neue Maßstäbe für die deutsche Traberzucht. Das Pferd ging im Alter von zehn Jahren an einer Kolik ein, sein Blut aber prägt den Trabrennsport bis zur Gegenwart. Ein Tröpfchen Blut von Adbell Toddington dürfte sich also auch in den zehn Startern "seines Rennens" finden lassen. Die meisten Eigenschaften des noblen Vorgängers treffen auf Abano As zu, der 1999 mit 1:15,2 Minuten in Recklinghausen einen Weltrekord für Zweijährige auf der Mitteldistanz aufstellte und als Favorit gilt.

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