• Algerien und Senegal im Finale des Afrika-Cups: Riyad Mahrez schießt Algerien spät und schön ins Glück

Algerien und Senegal im Finale des Afrika-Cups : Riyad Mahrez schießt Algerien spät und schön ins Glück

Der Kapitän erzielt das entscheidende 2:1 im Halbfinale gegen Nigeria in der fünften Minute der Nachspielzeit. Damit ist der Traum von Gernot Rohr geplatzt.

Das Finale ruft. Algeriens Riyad Mahrez (M.) jubelt mit seinem Teamkollegen Youcef Belaili (r.) über sein Tor zum 2:1.
Das Finale ruft. Algeriens Riyad Mahrez (M.) jubelt mit seinem Teamkollegen Youcef Belaili (r.) über sein Tor zum 2:1.Foto: Oliver Weiken/dpa

Der deutsche Trainer Gernot Rohr hat mit Nigeria den Einzug ins Endspiel des Afrika-Cups verpasst. Die Super Eagles verloren ihr Halbfinale am Sonntagabend gegen Algerien mit 1:2 (0:1). Algeriens Kapitän Riyad Mahrez sorgte in der fünften Minute der Nachspielzeit mit einem direkt verwandelten Freistoß für den umjubelten Sieg. Nigerias William Troost-Ekong war in der 40. Minute ein Eigentor unterlaufen, Odion Ighalo traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich (72./Handelfmeter). Algerien trifft im Finale am Freitag (21.00 Uhr) wie schon in der Gruppenphase auf die senegalesische Fußball-Nationalmannschaft. Das erste Aufeinandertreffen beider Teams hatte Algerien 1:0 gewonnen.

Die Senegalesen um Superstar Sadio Mané gewannen ihr Halbfinale gegen Tunesien durch ein Eigentor in der Verlängerung 1:0 (0:0, 1:0). In einer dramatischen Begegnung verpasste Tunesiens Torwart Mouez Hassen am Sonntag in der ägyptischen Hauptstadt Kairo eine Flanke, Abwehrspieler Dylan Bronn konnte nicht mehr ausweichen, von seinem Körper prallte der Ball ins Tor (101. Minute).

Rohr, der mit Nigeria am Mittwoch (21.00 Uhr) im Spiel um Platz drei auf Tunesien trifft, sah in Kairo zunächst ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Algerier. Nigerias beim SC Paderborn angestelltem Abwehrspieler Jamilu Collins unterlief schon in der 36. Minute fast ein Eigentor, der Klärungsversuch des 24-Jährigen ging aber knapp über die Latte. Den Handelfmeter gab Schiedsrichter Bakary Gassama erst nach langer Ansicht der Videobilder. Aissa Mandi war im Strafraum angeschossen worden und hatte dabei den Ball auch mit dem Arm gespielt. Algeriens Ismaël Bennacer traf in der 92. Minute per Fernschuss die Latte.

Im ersten Halbfinale am Sonntag vergaben beide Teams in der regulären Spielzeit Elfmeter: Senegals Torwart Alfred Gomis hielt in der 75. Minute einen schwach geschossenen Handelfmeter von Ferjani Sassi. Henri Saivet scheiterte an Hassen (80.). In der 113. Minute entschied Schiedsrichter Bamlak Tessema aus Äthiopien zunächst erneut auf Handelfmeter für Tunesien, nachdem der Schalker Salif Sané seinem Mitspieler Kalidou Koulibaly den Ball an die Hand geköpft hatte. Nach Ansicht der Videobilder nahm er die Entscheidung jedoch zurück. (dpa)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!