Angriff auf ManCity-Fan : Schalke-Anhänger wegen versuchten Mordes angeklagt

Beim Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und Manchester City vom 20. Februar kam es zu einem brutalen Angriff mehrerer Schalke-Anhänger auf Gäste-Fans.

Tatort? In der Schalker Arena soll es am 20. Februar zu dem gewalttätigen Übergriff dreier Schalker Anhänger gekommen sein.
Tatort? In der Schalker Arena soll es am 20. Februar zu dem gewalttätigen Übergriff dreier Schalker Anhänger gekommen sein.Foto: imago

Nach einer brutalen Attacke während der Champions-League-Partie gegen Manchester City hat die Staatsanwaltschaft Essen Anklage gegen drei Anhänger des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 erhoben, die laut "Spiegel Online" mutmaßlich zur Ultragruppierung Hugos gehören. Dem Hauptbeschuldigten wird versuchter Mord vorgeworfen, den beiden anderen mutmaßlichen Tätern gefährliche Körperverletzung. Das Landgericht Essen bestätigte am Freitag den Eingang der Anklageschrift, die auch bereits der Verteidigung der Beschuldigten zugestellt worden ist.

Am 20. Februar kam es bei der Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Manchester City demnach zu einer Schlägerei vor dem Gästeblock. Laut "Spiegel Online" sei der City-Fan Paul W. mit Freunden und Familienmitgliedern angereist. Nach dem späten Siegtor für Manchester habe er obszöne Gesten in Richtung des Schalker Publikums gezeigt. Einer der Angeklagten habe Paul W. später angerempelt, der Engländer reagierte nicht. Kurz darauf sei es zu massiven Angriffen durch die drei Schalker Anhänger gekommen. Ärzte hätten W. anschließend auf Grund von schwersten Kopfverletzungen notoperieren und ins Koma versetzen müssen. Auch dessen Vater und dessen Schwester sein verletzt worden. Mittlerweile könne W. wieder laufen. Das gehe aus einem privaten Facebook-Post hervor, der "BBC" vorlag.

Nachdem die Polizei eine Mordkommission eingerichtet hatte, wurde der Hauptbeschuldigte, der zu den Anführern der Hugos gehören soll, wenige Tage später festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Nach Auswertung von Zeugenaussagen und Videoaufzeichnungen wirft die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten vor, die Tat geplant zu haben. (Tsp/dpa)

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