Australian Open : Angelique Kerber in 58 Minuten weiter

Angelique Kerber hat es an ihrem Geburtstag locker ins Achtelfinale der Australian Open geschafft, die Titelverteidigerin ist dagegen draußen.

Und jetzt feier' ich Geburtstag. Angelique Kerber hatte am Freitag wenig Mühe.
Und jetzt feier' ich Geburtstag. Angelique Kerber hatte am Freitag wenig Mühe.Foto: David Gray/AFP

Angelique Kerber hat es sicher ins Achtelfinale der Australian Open geschafft, die Titelverteidigerin ist dagegen draußen. Auf die Wimbledonsiegerin wartet nun eine Amerikanerin. Bei den Herren gab es Siege und Jubiläen für Roger Federer und Rafael Nadal.
„Es war nicht so einfach, ich war schon nervös“, sagte Kerber im TV-Sender Eurosport. „Ich bin auf jeden Fall stolz auf mich und freue mich aufs Achtelfinale.“ Nächste Gegnerin ist an diesem Sonntag die Amerikanerin Danielle Collins, in der ersten Runde Siegerin über Julia Görges. Den bislang einzigen Vergleich gegen die 25 Jahre alte Nummer 35 der Welt gewann Kerber im vorigen Jahr auf Rasen klar. „Das wird wieder ein hartes Match, ich schaue von Spiel zu Spiel“, sagte Kerber und kündigte an, noch ein „Glas Wasser“ oder ein „Glas Wein“ trinken zu wollen. „Ich bin froh, dass es ein bisschen schneller ging und ich jetzt noch ein bisschen Zeit habe, anzustoßen“, sagte sie.
Alexander Zverev will an diesem Samstag erstmals unter die letzten 16 in Melbourne und ist ab 9.00 Uhr MEZ gegen den Australier Alex Bolt ebenfalls Favorit. Kerber wurde dieser Rolle gegen die Weltranglisten-240. Birrell voll gerecht.
Als beide die Rod-Laver-Arena zur letzten Partie des Tages betraten, war es bereits fast 22.00 Uhr, und viele der 15.000 Plätze waren nach dem Sieg von Rafael Nadal über den Australier Alex de Minaur noch nicht wieder besetzt. Birrell begann nach überraschenden Siegen in den vergangenen Wochen selbstbewusst und versuchte von der Grundlinie aus, Druck auszuüben. „Kimberly hat in den letzten Wochen großartig gespielt, wir werden noch viel von ihr sehen. Ich wusste, dass ich von Anfang bis Ende mein bestes Tennis spielen musste“, sagte Kerber.

Es war eine Partie fast ohne Netzpunkte

Nach den mühsamen ersten Spielgewinnen hatte sich Kerber auf das Spiel ihrer Gegnerin eingestellt und baute ihre Führung auch dank einiger Fehler Birrells rasch aus. So kam erst gar keine rechte Heimstimmung auf, nach 26 Minuten war der erste Satz schon gelaufen.
In einer Partie fast ohne Netzpunkte legte die wesentlich konstanter agierende Wimbledonsiegerin im zweiten Satz sofort ein Break nach und beendete die Partie kräfteschonend nach nur 58 Minuten, mit dem vierten Matchball, nachdem sie zuvor zwei per Doppelfehler vergeben hatte. „Angie hat das ganz souverän gemacht“, sagte die deutsche Damen-Chefin Barbara Rittner bei Eurosport.
Während Kerber die ersten Runden problemlos meisterte, scheiterte Titelverteidigerin Caroline Wozniacki aus Dänemark frühzeitig mit 4:6, 6:4, 3:6 an Ex-Siegerin Maria Scharapowa. Die Russin setzte sich im Duell der früheren Weltranglisten-Ersten nach 2:24 Stunden durch.
Bei den Herren kam Titelverteidiger Roger Federer problemlos weiter. Der langjährige Weltranglisten-Erste aus der Schweiz qualifizierte sich zum 17. Mal für das Achtelfinale der Australian Open. Der Sieger der beiden vergangenen Jahre gewann in seinem 100. Match in der Rod-Laver-Arena 6:2, 7:5, 6:2 gegen den Amerikaner Taylor Fritz. Der 37-Jährige trifft nun auf den aufstrebenden Griechen Stefanos Tsitsipas. Rafael Nadal feierte vor Kerbers Auftritt beim 6:1, 6:2, 6:4 gegen den 19-jährigen Australier Alex de Minaur seinen 250. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier und bekommt es am Sonntag mit dem einstigen Wimbledonfinalisten Tomas Berdych aus Tschechien zu tun. (dpa)

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben