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Basketball-Bundesliga : Alba Berlin siegt 81:75 gegen Meister Bamberg

Spielmacher Peyton Siva überragt bei Alba Berlins 81:75-Sieg gegen Meister Bamberg. Dabei gab es vorher noch Zweifel an seiner körperlichen Verfassung.

Die Berliner Marius Grigonis (links) und Stefan Peno lassen Bambergs Nicolaos Zisis wenig Platz.
Die Berliner Marius Grigonis (links) und Stefan Peno lassen Bambergs Nicolaos Zisis wenig Platz.Foto: Paul Zinken/dpa

Albas Co-Trainer Thomas Päch hatte vor dem Spiel noch etwas auf die Bremse getreten. Peyton Siva könne zwar spielen, aufgrund seiner Schulterprellung sei es aber schwer abzuschätzen, wann er körperlich wieder in Topform sei. Dem Spielmacher aus Seattle hatte er diese Einschätzung aber offenbar nicht mitgeteilt, denn Siva riss das Spiel gegen den deutschen Serienmeister aus Bamberg ab dem zweiten Viertel eindrucksvoll an sich und führte Alba Berlin am Sonntag zum Sieg. Beim 81:75 (20:19, 16:12, 29:20, 16:24) vor 11 431 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof war Siva (25 Punkte, sechs Assists) neben Luke Sikma (17 Punkte, zehn Rebounds) bester Berliner. „Ich wollte den Schmerz einfach rauslaufen und mit dem Adrenalin ging es ganz gut“, sagte Siva. „Jetzt sind die Schmerzen aber ziemlich groß.“

Da momentan nicht nur Siva Probleme mit der Schulter hat, musste Aito Garcia Reneses kurzfristig auf Center Bogdan Radosavljevic verzichten. Ansonsten hatte Albas Trainer seinen Kader in der Bundesliga aber erstmals seit Wochen wieder komplett zur Verfügung. Anders sah es bei den von Verletzungen gebeutelten Franken aus, die nach ihrem Euroleague-Sieg am Freitag gegen Panathinaikos Athen zudem deutlich weniger Erholungszeit hatten als Alba.

11 431 Zuschauer waren in der Arena am Ostbahnhof dabei

Die Berliner starteten dann auch mit deutlich mehr Energie. Innerhalb weniger Minuten führten sie 11:5. Dann gab es jedoch den ersten kleinen Bruch im Spiel. Alba leistete sich ungewohnte Fehler, etwa als Spencer Butterfield, normalerweise einer der treffsichersten Spieler der Liga, zwei Airballs in Folge unterliefen – also Würfe, die nicht einmal an Brett oder Ring landen. So kam der Meister angeführt vom NBA-erfahrenen Dorell Wright (17 Punkte) mit einem 8:0-Lauf schnell wieder ins Spiel.

Alba hatte vor allem dann Probleme, wenn mit Dennis Clifford der einzige verfügbare Center eine Pause erhielt und in der Zone Zentimeter sowie Physis fehlten. Zudem kassierte der in den letzten Wochen sehr formstarke Marius Grigonis schon Mitte des zweiten Viertels sein drittes Foul und musste längere Zeit auf der Bank Platz nehmen.

Dennoch erarbeiteten sich die Berliner vor der Halbzeit erneut einen kleinen Vorsprung. Die in dieser Saison sehr inkonstanten Bamberger leisteten sich viele Ballverluste und Siva sowie Luke Sikma nutzten diese konsequent. Das Spiel wurde nun auch zunehmend hitzig. Das gegen den Meister ohnehin motivierte Berliner Publikum war mit einigen sehr fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen hörbar nicht einverstanden. Diese Energie übertrug sich auf das Feld und Mitte des dritten Viertels lag Alba erstmals zweistellig in Führung.

Im Schlussabschnitt stellte Bamberg dann auf Zonenverteidigung um, stemmte sich gegen die drohende Niederlage und kam noch bis auf drei Punkte heran. Ein schwieriger Dreier von Siva sicherte den Berlinern 21 Sekunden vor dem Ende dann aber den Sieg. „Basketball ist ein Spiel der Runs, als Bamberg kam, haben wir aber gut die Ruhe bewahrt“, sagte Siva.

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