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Basketball-Bundesliga : Alba Berlin trotzt den technischen Problemen

Ein langer Ausfall der Zeitnahme bricht den Rhythmus der bis dahin souveränen Berliner. Die gewinnen gegen Ludwigsburg aber trotzdem. Im Pokal gibt es eine baldige Neuauflage des Duells.

Luke Sikma (links, hier gegen Ulm) war bei Alba einmal mehr bester Mann.
Luke Sikma (links, hier gegen Ulm) war bei Alba einmal mehr bester Mann.Foto: Daniel Maurer/dpa

Der moderne Basketball profitiert in vielen Bereichen von digitaler Technik. Leistungen werden genauestens erfasst, Gegner bestens analysiert und die Spieler haben die Wurfzeit stets über dem Korb im Blick. Beim Verfolgerduell der Bundesliga zwischen den Riesen Ludwigsburg und Alba hätten sich die Berliner am Sonntag aber wohl eine gute alte analoge Zeitnahme gewünscht.

Denn im ersten Viertel war das Spiel für mehr als 20 Minuten unterbrochen. Alba Berlin war bis dahin die deutlich bessere Mannschaft und führte bereits mit mehr als zehn Punkten Vorsprung. „Hallentechnik bitte zum Anschreibetisch. Wieder kein Strom am Computer“, schallte es gut zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels leicht verzweifelt durch die Ludwigsburger Halle. Alba verlor durch die technischen Probleme für lange Zeit den Faden, nicht aber das Spiel. Durch ein überragendes drittes Viertel siegten die Berliner 86:67 (25:14, 13:25, 26:13, 22:15) und zogen wieder am Gegner auf Platz zwei vorbei. „Unser Ziel ist, die Saison als Erster zu beenden“, sagte Tim Schneider bei „Telekomsport“. „Daher war das ein ganz wichtiger Sieg.“

Die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses startete sehr entschlossen und zwang die Schwaben zu zahlreichen Ballverlusten. Besonders Luke Sikma überzeugte einmal mehr und war mit 15 Punkten und neun Rebounds bester Berliner. Auch Marius Grigonis zeigte mit 15 Zählern und fünf Assists eine starke Leistung. Auch wenn den Distanzwürfen anfangs die Präzision fehlte, zog Alba schnell davon und hatte das Spiel sicher im Griff. Dann kam den Gastgebern aber die Technik zur Hilfe. Die zwei Unterbrechungen brachen den Rhythmus der Berliner, und Alba fand ihn im zweiten Viertel nicht mehr wieder. Neun Ballverluste und viele schlechte Entscheidungen brachten Ludwigsburg mit einem 10:0-Lauf zurück ins Spiel. Zur Halbzeit hatten die Schwaben die Begegnung gedreht und führten mit einem Punkt Vorsprung.

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Diesmal tat die Unterbrechung in Form der Halbzeitpause aber den Berlinern gut. Zu Beginn des dritten Viertels beeindruckte Alba mit viel Intensität, erzielte 15 Punkte in Folge und legte den Grundstein für den Auswärtssieg. Ludwigsburg versuchte mit viel Einsatz, den Rückstand noch einmal auszuholen, musste sich aber geschlagen geben. Die Pokalauslosung am Sonntagabend hat den Schwaben jedoch eine schnelle Chance zur Wiedergutmachung beschert. Im Viertelfinale ist Ludwigsburg am 21. Januar zu Gast bei Alba. (Tsp)

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