Basketball : Dallas mit glücklichem Sieg

Die Dallas Mavericks sind in der Nordamerikanischen Basketball-Liga NBA derzeit nicht aufzuhalten. Im Spitzenspiel gegen Cleveland hatte das Team um Dirk Nowitzki allerdings das Glück auf seiner Seite.

Boston - Die Dallas Mavericks gewannen das Spitzenspiel der Besten aus dem Westen gegen die zweitstärkste Mannschaft der Eastern Conference, die Cleveland Cavaliers, in heimischer Halle mit 95:92. Dennoch wollte bei Dirk Nowitzki keine besondere Freude aufkommen. "Wir können auf diese Leistung nicht stolz sein, auch wenn wir gewonnen haben", meinte der Deutsche, der mit 24 Punkten der erfolgreichste Werfer seines Teams war und außerdem elf Rebounds holte.

Seine Kritik galt der Inkonsequenz sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive. "Wir hätten das Spiel schon früher für uns entscheiden können, haben dem Gegner aber zu viele Chancen gegeben. Wir waren am Ende der Partie in der Offensive nicht mehr so stark und Cleveland ist immer wieder in Ballbesitz gekommen", monierte Nowitzki, dessen "Mavs" sechs Minuten vor der Schluss-Sirene zwar mit 89:75 vorne lagen, letztlich aber noch zittern mussten. "Sie haben so viele starke Spieler und sind definitiv der Favorit im Westen", lobte indes LeBron James den Vize-Meister.

14. Sieg in Folge für Dallas

James hatte zwar einen großen Abend, war mit 39 Punkten mit Abstand der Schützenkönig und dennoch lag es letztlich am Superstar, dass Cleveland nicht mit einem Sieg die Halle verließ. 14 Sekunden vor der Schluss-Sirene vergab James bei einem 92:95-Rückstand zunächst zwei Freiwürfe und scheiterte kurz darauf auch mit zwei Drei-Punkte-Würfen. Sein Team habe zwar gut gespielt, dennoch ärgere ihn die Niederlage. Und da sei es auch kein Trost, dass Cleveland bei der Nummer eins der NBA nur knapp verloren habe, betonte James. Für Dallas war es der 14. Sieg nacheinander und der 49. der Saison.

Doch selbst wenn den Texanern am Samstag im Heimspiel gegen die Orlando Magic mit einem weiteren Erfolg ein neuer Vereinsrekord gelingen sollte, hätte das für Dirk Nowitzki nur statistischen Wert. "Für solche Rekorde können wir, wenn es in den Play Offs drauf ankommt, nichts mehr kaufen. Deshalb wollen wir uns von Spiel zu Spiel so verbessern, dass wir im Juni Meister werden können", sagte der 28-Jährige.

Nowitzki "Spieler des Monats"

Bereits vor der Partie stand der Würzburger im Mittelpunkt, als er die Auszeichnung zum "Spieler des Monats Februar" in der Western Conference erhielt. Dallas-Coach Avery Johnson wurde zum "Trainer des Monats" gewählt. Zu einem Heimsieg kamen auch die Seattle Supersonics. Das Team des deutschen Assistenztrainers Detlef Schrempf besiegte die Los Angeles Clippers mit 77:75. Rashard Lewis erzielte 31 Punkte für Seattle. Außerdem gewannen die Portland Trail Blazers klar gegen die Charlotte Bobcats mit 127:90.

(Von Heiko Oldörp, dpa)

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