Berlin-Charlottenburg : Fast 2000 Zuschauer beim Floorball-Pokal

Die Endrunde des deutschen Pokals im Floorball überzeugt mit vielen Zuschauern und guter Stimmung. BA Tempelhof scheitert erst nach Verlängerung im Halbfinale.

Finn Wittenbecher
Intensiver Zweikampf: Tempelhof verlor gegen Wernigerode im Halbfinale des Deutschen Floorball-Pokals.
Intensiver Zweikampf: Tempelhof verlor gegen Wernigerode im Halbfinale des Deutschen Floorball-Pokals.Foto: PROMO

Sie hatten sich mehr ausgerechnet, doch trotz der knappen Niederlage im Halbfinale war das Final Four des deutschen Floorball-Pokals für die Berliner ein besonderes Ereignis. Normalerweise spielt die SG BA Tempelhof (BAT) in einer Nebenhalle der Max-Schmeling-Halle vor einer überschaubaren Kulisse. Zur Pokalendrunde in der Charlottenburger Sömmeringhalle kamen am Wochenende hingegen 1820 Zuschauer und sorgten für gute Stimmung. Für einen Heimsieg reichte es dennoch nicht. Gegen die Red Devils aus Wernigerode verlor BAT im Halbfinale 2:3. Dabei hatten die Berliner einen 0:2-Rückstand durch Tore von Samuli Känsälä aufgeholt. Dann ging es in die Verlängerung und hier erzielte Juha-Pekka Kuittinen schon nach 14 Sekunden das entscheidende Golden Goal für die Red Devils aus Sachsen-Anhalt. Es war kein Zufall, dass in dem Spiel vor allem zwei Finnen für die Tore sorgten, denn Floorball – eine Sportart, die in Deutschland lange als Unihockey bekannt war und dem Hallenhockey ähnelt – ist vor allem in Nordeuropa populär.

Den Pokal sicherten sich erneut die Männer des UHC Weißenfels. Sie besiegten im Finale die Red Devils mit 7:6. Es blieb also dabei: Sachsen-Anhalt ist die Floorball-Hauptstadt. Das Final Four in der Sömmeringhalle überzeugte dennoch mit toller Stimmung, so dass der deutsche Dachverband nun sogar darüber nachdenkt, das Final-Four regelmäßig in Berlin abzuhalten. Denn auch hier gewinnt die Sportart immer mehr an Popularität. Die Anzahl der Vereine mit einer Floorballabteilung wächst stetig, mittlerweile zählt der Floorballverband Berlin-Brandenburg 14 Vereine. Nur der Zuschauerzuspruch lässt bei den normalen Ligaspielen noch zu wünschen übrig – ganz anders als bei der Pokalendrunde.

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