Berlins Olympia-Starter werden verabschiedet : Und tschüss

Vor ihrer Reise nach Südkorea verabschieden sich die Berliner Olympiateilnehmer im Max Liebermann Haus am Pariser Platz.

Posen mit Plüsch: Claudia Pechstein und Eric Franke.
Posen mit Plüsch: Claudia Pechstein und Eric Franke.Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Vom Brandenburger Tor bis nach Pyeongchang sind es über 8000 Kilometer Luftlinie. Aber zum Glück gibt es ja schon seit langem die Möglichkeit, so eine Entfernung schnell zu überbrücken: Am Dienstagabend wurden – wie üblich vor Olympischen Spielen – im Max-Liebermann-Haus am Pariser Platz die Berliner Sportler für Südkorea verabschiedet. Sieben von zehn Pyeongchang-Fahrern winkten dabei in die Kameras, drei von ihnen fehlten. Es gab das für so eine Veranstaltung übliche Prozedere. Bum Goo Jong, Botschafter der Republik Korea in Deutschland, war zugegen, genauso wie Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes Berlin (LSB).

Der Botschafter Südkoreas hatte dabei den stärksten Auftritt. Dass einer seiner Vorredner von „Pjöngjang“ sprach, moderierte Bum Goo Jong locker weg, indem er in seiner Rede das Wort „Pyeongchang“ immer sehr deutlich und laut betonte. Der südkoreanische Ort der Spiele liegt zwar nur 300 Kilometer von der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang, die ist aber natürlich Welten entfernt von Südkorea. Doch die beiden Staaten kommen sich ja bei Olympia näher, etwa durch ein gemeinsames Eishockeyteam der Frauen. Dieses Team sei ein Stück „Einheit“ und bringe Süd- und Nordkorea ein Stück weit zusammen, sagte der Botschafter.

2014 holten Berliner Athleten keine Medaillen

Es gab nach seiner Rede viele feierliche, warme Worte und da schwebte der Wunsch mit, dass es 2018 besser läuft als 2014 in Sotschi: Bei den Spielen in Russland gab es nämlich nicht eine einzige Medaille für einen Berliner Sportler oder eine Berliner Sportlerin – Eisschnellläuferin Claudia Pechstein schrammte mit Platz vier (über 3000 Meter) und Platz fünf (5000 Meter) noch am knappsten am Gang zum Siegerpodest vorbei.

154 Athleten sind im deutschen Team, darunter sind nach offizieller Berliner Zählung eben die zehn Berliner. Sie starten, wenig überraschend, fast allesamt in Hallensportarten. Neben Dauerrennerin Claudia Pechstein sind das Michelle Uhrig und Nico Ihle (eigentlich Chemnitz, aber in Berlin oft im Training) vom Eisschnelllauf, der deutsche Meister im Eiskunstlauf Paul Fentz sowie das Eiskunstlaufpaar Annika Hocke und Ruben Blommaert, die Eishockeynationalspieler Frank Hördler, Jonas Müller und Marcel Noebels von den Eisbären und Bob-Pilot Eric Franke.

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