Biathlon-Nationaltrainer von Russland : Ricco Groß: "Die Situation ist unfair"

Der mehrmalige deutsche Olympiasieger Ricco Groß trainiert die russischen Biathleten. Im Interview beklagt er sich über die sportpolitische Situation.

Ist schwer enttäuscht von den sportpolitischen Vorgängen: Ricco Groß.
Ist schwer enttäuscht von den sportpolitischen Vorgängen: Ricco Groß.Foto: picture alliance / Barbara Gindl

Der Biathlon-Nationaltrainer Russlands, Ricco Groß, hat im Zuge der Suspendierung des russischen Teams von den Olympischen Winterspielen den Umgang des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit seinen Athleten kritisiert. Vier Wochen vor Beginn der Wettbewerbe in Pyeongchang wisse er immer noch nicht, mit welchen Sportlern er dort starten dürfe, sagte der gebürtige Sachse im Interview mit dem Tagesspiegel. Groß beschrieb die Situation als „belastend“ und „unfair“. Ohne Entscheidung sei es auch unmöglich, im Zweifelsfall Einspruch einzureichen. 

Die russischen Männer, sonst stets in der Weltspitze, haben in diesem Winter im Einzel noch kein Topresultat erzielen können. Dennoch sagt Groß: "Ich zähle uns schon noch mit zu den Besten. Auch wenn es im Weltcup jetzt nicht so aussah, wollen wir um die Vergabe der Medaillen mitreden wollen."

Das IOC hatte Anfang Dezember erklärt, das russische Team wegen systematischen Dopings von den Winterspielen zu suspendieren. Russische Athleten dürfen damit nur unter neutraler Flagge an den Spielen teilnehmen.

Das ganze Interview lesen sie am Freitag im Tagesspiegel.

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