• Borussia Dortmund in der Champions League : BVB dank Roman Bürki und Glück im Achtelfinale

Borussia Dortmund in der Champions League : BVB dank Roman Bürki und Glück im Achtelfinale

Der BVB hat nach einem 2:1 gegen Prag und durch spanische Schützenhilfe das Achtelfinale erreicht. Überragender Spieler auf dem Platz war Torwart Roman Bürki.

Roman Bürki schien am Dienstag fünf Beine und sieben Arme zu haben. Der Torwart des BVB zeigte ein überragendes Spiel.
Roman Bürki schien am Dienstag fünf Beine und sieben Arme zu haben. Der Torwart des BVB zeigte ein überragendes Spiel.Foto: Ina Fassbender/AFP

Es waren keine guten Nachrichten, die um kurz vor acht am Dienstagabend nach Dortmund vordrangen. Soeben hatte der FC Barcelona seine Aufstellung für das Spiel bei Inter Mailand bekanntgegeben und die Befürchtungen des BVB, der auf katalanische Schützenhilfe hoffen musste, bewahrheiteten sich: Der bereits feststehende Gruppensieger trat mit einer B-Elf an. Lionel Messi war erst gar nicht mitgereist, Nationaltorwart Marc-André ter Stegen saß nur auf der Bank und so durften eine Reihe Spieler von Beginn an spielen, die wohl nur großen Kennern des spanischen Fußballs wirklich etwas sagen. Moussa Wagué etwa, Jean-Clair Tobido oder auch Carles Perez.

Zum Glück für den BVB besitzt auch Barças B-Elf unglaublich viel Qualität sowie eine gute Moral und besiegte Inter im San-Siro-Stadion 2:1 (1:1). So reichte Dortmunds 2:1 (1:1)-Zittersieg gegen Slavia Prag durch Tore von Jadon Sancho sowie Julian Brandt für den zweiten Platz in der Vorrundengruppe und somit für das Achtelfinale.

Dortmund tat ob der Ausgangsposition das einzig Richtige. Die Mannschaft von Lucien Favre attackierte von Beginn an, setzte Slavia Prag unter Druck und ging früh in Führung. In der zehnten Minute spielte Julian Brandt einen feinen Pass in die Gasse zu Marco Reus, der Kapitän legte quer auf Jadon Sancho und schon stand es 1:0. Es ging einfach zu schnell für die Tschechen und das blieb auch in den nächsten Minuten so. Der BVB hatte durch Reus zwei weitere Chancen und hätte das Spiel bereits in der Anfangsphase entscheiden können.

Für Inter und Torjäger Lautaro Martinez war es ein Abend zum Vergessen.
Für Inter und Torjäger Lautaro Martinez war es ein Abend zum Vergessen.Foto: REUTERS/Alessandro Garofalo

Doch auch so war die frühe Führung ein Signal nach Mailand. Der Druck auf Inter wurde größer, schließlich mussten die Italiener mindestens genau so viele Punkte holen wie Dortmund. Und Inter wackelte. Mitte der ersten Halbzeit erreichte die frohe Botschaft das ausverkaufte Westfalenstadion. Barca hatte durch Perez soeben das 1:0 erzielt.

Es sollte erst mal die letzte gute Nachricht für den BVB sein, denn nun übernahm Prag die Initiative und Dortmunds Torwart Roman Bürki musste sein Team gleich mehrfach vor dem Ausgleich bewahren. Der kam dann kurz vor der Halbzeit durch Tomas Soucek und wurde noch bitterer, da Romelu Lukaku fast zeitgleich das 1:1 für Inter gegen Barcelona erzielte. Innerhalb weniger Sekunden hatte sich die Dortmunder Zwei-Tore-Führung im Fernduell mit den Italienern in Luft aufgelöst.

Bürki rettet die BVB-Führung

So ging es nach der Pause von Null los und erneut erwischte der BVB den besseren Start. Ein erster guter Schuss von Brandt verfehlte das Prager Tor nur um Zentimeter, nach einer Stunde machte der Nationalspieler dann aber seinen Treffer. Nach Pass von Sancho versenkte er den Ball kraftvoll im kurzen Eck. Dortmund stand damit in der Live-Tabelle wieder vor Inter und die Italiener taten sich weiter schwer. Lukaku vergab eine gute Chance, Lautaro Martinez schoss zwei Abseitstore, überzeugend war der Auftritt des Tabellenführers der Serie A nicht.

Das galt allerdings auch für Dortmund, denn die BVB-Defensive war alles andere als sattelfest. Bürki zeigte weiter überragende Paraden und als er nach einem Eckball bereits geschlagen war, köpfte Prags Ondrej Kudela aus einem halben Meter am leeren Tor vorbei. Kurz darauf sah Julian Weigl Gelb-Rot – doch Dortmund hielt die Führung und Barça legte durch den 17 Jahre alten Ansu Fati das 2:1 nach. Der Treffer wurde im Westfalenstadion fast ebenso laut bejubelt wie die eigenen Tore. (Tsp)

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