Boxer siegt nach 924 Tagen Pause : Fury-Comeback wird zur Farce

Nach dem schnellen Ende fliegen Gegenstände in den Ring. Der Weg zu einem Titelkampf ist für Klitschko-Bezwinger Fury noch sehr weit.

Tyson Fury im Ring. Ein echter Gegner war Sefer Seferi jedoch nicht.
Tyson Fury im Ring. Ein echter Gegner war Sefer Seferi jedoch nicht.Foto: AFP

Der ehemalige Box-Weltmeister Tyson Fury hat seinen Comeback-Kampf nach 924 Tagen Ring-Abstinenz gegen den in der Schweiz lebenden Albaner Sefer Seferi durch Aufgabe nach der vierten Runde gewonnen. Die Rückkehr des Wladimir-Klitschko-Bezwingers geriet vor 15 000 Zuschauern in der Manchester-Arena aber zur Farce. Nach der Aufgabe der Seferi-Ecke flogen in der Nacht zum Sonntag Gegenstände in den Ring.

Nennenswerte Treffer waren an einer Hand abzuzählen, der viel leichtere und kleinere Seferi (39) hatte kaum Sparringspartner-Qualitäten. „Ich hätte ihn nach zehn Sekunden umhauen können“, sagte der zehn Jahre jüngere Fury nach dem Kampf, der ihn vor allem eines lehrte: Bis zur erhofften neuen WM-Chance muss der Schwergewichtler, der für sein Comeback mehr als 45 Kilogramm abspeckte, aber immer noch satte 125 Kilogramm auf die Waage brachte, noch hart arbeiten.


Titelkampf Ende 2019?

Ende 2019 könnte ein realistischer Termin für einen Titelkampf sein. Furys Lieblings-Gegner wären die amtierenden Champions Anthony Joshua (Großbritannien/IBF, WBA, WBO) oder Deontay Wilder aus den USA, der den WBC-Titel hält. Nach dem Sieg über Seferi, durch den der 2,06-Meter-Riese Fury seine makellose Bilanz von 26 Siegen in 26 Kämpfen behielt, brachte sich auch der britische Ex-Champion David Price ins Gespräch.

„Nächstes Mal wird's besser - und der Gegner stärker“, versprach Fury. Die vergangenen 32 Monate hatte er unter Depressionen gelitten, die Box-Lizenz vorübergehend verloren und sich Doping-Vorwürfen stellen müssen. Fury hatte am 28. November 2015 in Düsseldorf überraschend die Regentschaft Wladimir Klitschkos durch einen Punktsieg beendet. (dpa)

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