Bundesliga-Blamage für FC Bayern : TSG Hoffenheim siegt überraschend 2:1 in München

Der FC Bayern stolpert zu Hause gegen Hoffenheim. Freiburg setzt den starken Saisonstart fort und punktet gegen den BVB. Mainz gewinnt in Paderborn.

Blau triumphiert bei den roten Bayern. Der Jubel nach dem ersten Tor von Hoffenheim durch Sargis Adamya (vorn).
Blau triumphiert bei den roten Bayern. Der Jubel nach dem ersten Tor von Hoffenheim durch Sargis Adamya (vorn).Foto: Jan Huebne/Imago

Der FC Bayern stolpert nach der Champions-League-Gala in London zu Hause gegen die TSG Hoffenheim. Freiburg setzt seinen starken Saisonstart fort und punktet gegen den BVB. Mainz gewinnt ohne den gesperrten Trainer Sandro Schwarz.

FC Bayern – TSG Hoffenheim 1:2

Ein bisschen Sorgen um die TSG Hoffenheim musste man sich schon machen. In den vergangenen drei Spielen hatte die Mannschaft von Alfred Schreuder bei einem Torverhältnis von 1:7 nur einen Punkt geholt. Sieben Tore hatte der Hoffenheimer Gegner aus München zuletzt in 90 Minuten erzielt und das auswärts beim Champions-League-Finalisten. Der TSG blieb der befürchtete Angriffswirbel jedoch erspart. Ganz im Gegenteil: Mit etwas mehr Entschlossenheit hätte Sergis Adamyan den Außenseiter schon in der vierten Minute in Führung bringen können. Die Münchner fanden nur langsam ins Spiel, der Esprit aus der Champions-League fehlte ihnen.

Vierfachtorschütze Serge Gnabry scheiterte an Oliver Baumann und als er doch ins Tor traf, hatte Joshua Kimmich bei der Vorarbeit im Abseits gestanden. Zehn Minuten nach der Pause wurde die Ungeduld in der Münchner Arena zu schlechter Laune. Wie schon gegen Tottenham erlaubte sich Corentin Tolisso einen Ballverlust vor dem eigenen Strafraum und dieses Mal nutzte Adamjan seine Chance. Als es langsam nach der ersten Münchner Niederlage dieser Saison aussah, flankte Thomas Müller auf – natürlich – Robert Lewandowski und dieser erzielte sein elftes Saisontor. Das letzte Wort hatte allerdings Adamjan – zehn Minuten vor Schluss erzielte er das 2:1 für Hoffenheim.

SC Freiburg – Borussia Dortmund 2:2

Die Tabelle hat zu dieser frühen Zeit in der Saison nur eine begrenzte Aussagekraft. Wenn der SC Freiburg nach sieben Spielen aber vor Borussia Dortmund steht, ist das schon ein Ausrufezeichen. Die Freiburger starteten dann auch ordentlich und vergaben durch Luca Waldschmidt die erste gute Chance. Besser machte es kurz darauf das belgische Dortmunder Duo. Nach einer Ecke von Thorgan Hazard schoss Axel Witsel den Ball aus der Drehung in die linke Ecke.

Freiburg hielt mit dem Selbstvertrauen des besten Saisonstarts der Klubgeschichte dagegen und glich in der 55. Minute durch Waldschmidt aus. Dennoch sah es nach einem abgefälschten Schuss von Achraf Hakimis bis in die Schlussphase nach einem Dortmunder Sieg aus. Die Freiburger zeigten aber noch einmal, dass sie nicht umsonst so gut gestartet sind – wenn auch mit der nötigen Portion Glück. Einen Schuss von Vincenzo Grifo aus unmöglichem Winkel lenkte Manuel Akanji ins eigene Tor. Es war das dritte 2:2 des BVB in Folge.

SC Paderborn – 1. FSV Mainz 05 1:2

In der Bundesliga ist der Name Jan-Moritz Lichte bisher nur wirklichen Experten ein Begriff. Dass der Mainzer Co-Trainer sein Debüt als Chef in Paderborn gab, war aber durchaus passend. Beim SCP war der Vertreter des gesperrten Sandro Schwarz Spieler, Nachwuchs-Chef und Assistenztrainer. Mainz startete gut und ging durch Robin Quaison früh in Führung.

Die hielt zwar nicht lange, weil Ben Zolinski schon sechs Minuten später ausglich, Mainz blieb aber im Spiel – und profitierte von einer Unachtsamkeit von Jamilu Collins. Der Paderborner traf Levin Öztunali im Strafraum am Fuß und Daniel Brosinski verwandelte den fälligen Elfmeter. In der Schlussphase waren Broskinski, Collins und der Elfmeterpunkt erneut entscheidend beteiligt. Nach einem Handspiel von Brosinski scheiterte Collins mit einem Strafstoß allerdings am Mainzer Torwart Robin Zentner. Da jubelte auch Jan-Moritz Lichte. (Tsp)

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